Zanderpopulation und die Grundel

50er-Jäger

Well-Known Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Hallo

Grundsätzlich geht der Kormoran bevorzugt auf die häufigste Art und die größte Biomasse. Das kann dann auch eine sehr kleine Art wie z.B. Kaulbarsche oder verbuttete Rotaugen sein. Bei der Grundel funktioniert diese Regel aber nicht.

Die Grundelarten gehen dem Kormoran aus dem Weg, weil sie Nacht-aktiv sind und die beiden wichtigsten Grundelarten, Schwarzmaul und Kessler in den Steinpackungen hervorragenden Schutz finden.
Der Kormoran wird immer mehr Grundelfresser als Grundeln erbeuten.
Zu den Aalen als Beute des Kormorans. Aale werden vom Kormoran bevorzugt gefressen. Die Ursache ist ihr hoher Fettgehalt. Der Kormoran nimmt über die Beute jede Menge Eiweiß auf, Fett ist dagegen in seiner Nahrung Mangelware

sneep
Ist sehr schlüssig, weil Aale ja wie bekannt, am Tag am aktivsten sind und umher schwimmen...|supergri:m
 

Niwre

New Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Hallo
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Die Grundelarten gehen dem Kormoran aus dem Weg, weil sie Nacht-aktiv sind und die beiden wichtigsten Grundelarten, Schwarzmaul und Kessler in den Steinpackungen hervorragenden Schutz finden.
Der Kormoran wird immer mehr Grundelfresser als Grundeln erbeuten.
...
sneep
Dachte bisher Grundel sind eben nicht Nachtaktiv. Wieder was gelernt.
 

Polarfuchs

Fischosoph
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Hallo,

das macht ja nichts.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass das so ist.
Ääääääähm, dieser Herleitung konnte ich, unter logischen Gesichtspunkten nicht ganz folgen!!

Auf die Art und Weise bekomme ich jede Diskussion aber ganz fix totgeprügelt....:q

Wenn das so ist, dann nenne mir doch mal bitte irgendwer, irgendwelche halbwegs nachvollziehbare und glaubhafte Untersuchungen zu dieser These...

ALLE Angler die ich kenne, und das sind 2-3, äußern ganz klar, das die Grundel sich in der Nacht verzieht- ein paar, die ich nicht kenne sagen mir dann:
Nene, die sind nur wo anders! Ja WO denn- und glaubt mir, ich habe genug Tackle und Reichweite um die überall im Rhein aufzuspüren...

Aber jetzt gehe ich ja auch nur empirisch aufgrund der Aussage einiger weniger vor....|bigeyes

Also mal anders:
Man gebe mal "jost borcherding grundeln" bei Google ein und als drittes erscheint dann ein Link zu einem PDF-Dokument- dann mal bitte 3. Seite den Abschnitt Nahrungsaufnahme studieren- danach sollte die Sache eigentlich klar sein....:vik:
 

Shura

Ich harmoniere
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Das was der Herr da schreibt kann ich immerhin bestätigen... Grundeln habe ich dieses Jahr bis jetzt ausschließlich am Tag gefangen, sobald es Dunkel war kein Zupf mehr.... (Leider auch kein Aal |uhoh:|uhoh: )

hmm könnte eigentlich bald mal wieder los auf die kleinen Wutzen!
 

Aurikus

Et kütt wie et kütt
In stillem Gedenken
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Ich habe schon hunderte Grundeln tagsüber gefangen. Ob Made oder aktiv beim Spinnfischen, völlig egal. Just heute eine beim Spinnfischen gefangen.

Hinkt also für mich völlig. Wir haben mal ein Vielegrundelnfangenundfressen am Rhein gemacht. Zehn Mann waren wir bestimmt. Über 100 waren es in kurzer Zeit. Mann sind wir satt geworden. TAGSÜBER! |wavey:
 
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Wir haben mal ein Vielegrundelnfangenundfressen am Rhein gemacht. Zehn Mann waren wir bestimmt. Über 100 waren es in kurzer Zeit. Mann sind wir satt geworden. TAGSÜBER! |wavey:
Interessierte Zwischenfrage: Wie habt ihr die kleinen Viecher sinnvoll zubereitet?
Sauer einlegen ist ja etwas unpraktikabel direkt am Rhein... :)
 

Aurikus

Et kütt wie et kütt
In stillem Gedenken
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Feuerchen gemacht und ein großen Dreibein aufgestellt. Da kam ein dicker Pott dran und mit Öl befüllt.
Die Grundeln mit Salz u. Pfeffer würzen, mehlieren und ab in den Pott damit.
Dazu Baguette und Aioli. Ein Gedicht! :m
 

Fr33

Gummi Getier Dompteur
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Interessierte Zwischenfrage: Wie habt ihr die kleinen Viecher sinnvoll zubereitet?
Sauer einlegen ist ja etwas unpraktikabel direkt am Rhein... :)

Kopf ab - Innereien raus. Salzen, Pfeppern, Mehliren und dann fritieren....Hab das aber noch nicht selber gemacht.

Um Sneep mal etwas aus der Schussnbahn zu holen. Es gibt in der Tat Grundeln die Nachtaktiv sind... die kenne ich aber eig mehr oder weniger aus dem Meerwasserbereich....

Ich hab bisher auch so gut wie keine Aktivitäten von Grundeln in der Nacht feststellen können....
 

bootszander

Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Hallo Fr 33. Nicht selber gemacht heist doch andere haben es gemacht, für dich???

Drei vier mal hab ich sie mir (uns) auch schon mal gemacht.
Einfach nur die beiden rückenteile abessen und gut isses. Kein schlechtes fischfleisch.

Aber zumeist bekommen sie die katzen. (Einige laufen mir schon hinter her wenn sie mich sehen.) Gruß und petri
 

oldhesse

Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Ab und an stolpere ich auf Texte hier zu den Grundeln die komplett gegenteilig zu dem stehen, die ich selbst beobachte. Damit ist nicht explizit die Nachtaktivität hier angesprochen, also nicht als „Bashing“ verstehen. Also, der Tipp mit Jost Borcherdings Artikel ist ein guter, sollte jeder der Interesse hat einmal durchlesen. Bei so manchen Posts könnt man annehmen es handelt sich um unwiderlegbare Fakten – sind es aber dann eben doch nicht.

Zum Artikel selbst
Die Schwerpunkte die gemacht wurden greifen zwar schon auf ein paar Jahre alte Daten zurück, aber räumt mit so einigen Dingen auf, die immer wieder lose hier eingeworfen werden. Interessant für mich fand ich folgende Punkte:
1. Der Zander und Barsch profitieren nicht vom großen Grundelaufkommen, wegen der direkten Nahrungskonkurrenz im juvenilen Alter. Glaube es wurde von 20% Rückgang gesprochen beim Zander.

2. Vorkommen der drei Grundelarten bewegte sich in den letzten Jahren stark unterschiedlich. Z.B. paart sich eine der Grundelart nur 1x im Jahr, kommt es hier zum Niedrigwasser kann eine ganze Population zusammenschrumpfen.
3. Weißfischbestand ist stark eingebrochen im Allgemeinen

Punkt 2 halte ich für besonders interessant, da wir am Rhein gut 4 Monate Niedrigwasser hatten. Dürfte aber schnell erschlossen werden durch die Schwarzmaulgrundel usw. Die Köderwahl beim Zanderangeln liegt bei mir künftig nun beim Grundangeln immer mehr auf Grundeln – bisher hatte ich diese gemieden was jedoch bei diesen Zahlen wenig Sinn ergibt.

Also, guter Bericht, gefällt mir sehr und räumt ein wenig mit den falschen Fakten auf die herumschwirren.

 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Wenn so gut wie ALLE Angler sagen, dass nachts kaum oder keine Grundeln gefangen werden, können Wissenschaftler behaupten was sie wollen und das nennen wie sie das wollen.

Dann glaube ich dennoch zuerst praktischen Anglern vor Ort (und nenne das Feldforschung in Gummistiefeln), zumal dann, wenn ich die genau gleiche Erfahrungen gemacht habe.

Bei uns werden wieder mehr Zander und Barsch gefangen, die auch nicht mehr so verhungert sind/aussehen, seit die Grundeln angekommen sind.

Ob sich das in einiger Zeit wieder ändert zu ungunsten der Räuber?

Werden wir sehen - bis dahin nehmen wir das Geschenk besserer Bestände und nicht verhungerter Fische gerne mit..

Wenns dann wieder so schlecht wird wie vor der Grundelinvasion, können wirs so oder so nicht halten..
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

Wie sich die Grundeln verhalten hängt bestimmt auch vom Gewässer ab.
In einem flachen, klaren Gewässer sind die Aktivitäten der Grundeln wahrscheinlich viel stärker von der Tageszeit abhängig, als in einem tiefen und trüben Kanal, an dem der Helligkeitsunterschied am Grund zwischen Tag und Nacht nicht so groß ist.
Die Gewässertiefe spielt auch eine Rolle. Guter Sichtigkeit und flaches Wasser meiden einige Fische wegen den Reihern und anderen fischfressenden Vögeln.
 

feko

Well-Known Member
AW: Zanderpopulation und die Grundel

hat zwar mit dem Thema nichts direkt zu tun, aber hab die Woche eine Doku über Kanada gesehen in der es auch über fremde eingebürgerte Arten ging.
So machen in den kanadischen Gewässern unsere eglis sowie ach Schwarzmundgrundel große Probleme unter den einheimischen Arten.
vg
 
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