Entnahmepflicht-Auswirkungen?

oberfranke

Active Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Darüber zu streiten ob der Waller nun 100% oder doch nur zu 95% daran schuld ist wäre kontraproduktiv also schenken wir uns das einfach. Als einer der Hauptschuldigen sitzt er nun mal auf der Anklagebank.
Ich werfe nochmal Krebse und Grundeln in die Diskussionsrunde. Den Komoran lasse ich mal draußen- Den schwarzen Tod können wir meiner Meinung nach hier mal etwas zurückstellen- seine Rolle ist bekannt.
 

Laichzeit

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AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Dazu vermehrt sich der Wels mittlerweile super und die 1. "Welsschwemme" muss erstmal abgepuffert werden. Danach wird sich der Fischbestand natürlich wieder einpendeln!
Darauf kann man hoffen, aber ich würde nicht darauf wetten, dass sich alles wieder von selbst einpendelt. Ein Ökosystem aus Grundeln und Waller mit wenigen Nebenfischen kann auch stabil sein. Ich kenne große Weiher, in denen gibt es fast nur Katzenwelse und das schon länger als der Besitzer zurückdenken kann. Da hat sich trotz vieler Versuche nie mehr etwas sinnvolles eingependelt.
 

Lajos1

Well-Known Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Hallo,


bei uns in Bayern wurden die Schonzeit und das Mindestmaß für den Waller vor etwa 6 Jahren gestrichen. Ich konnte nicht feststellen, dass die Wallerbestände abgenommen haben - eher ist das Gegenteil der Fall.


Petri Heil


Lajos
 

feko

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AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Wenn es an den vielen großen Welsen liegen würde, die sich ausgehungert auf alles stürzen was nur fressbar erscheint, sollten die ja problemlos zu fangen sein.|supergri
Denn das ist ja wohl die Folge, wenn ein Fischbestand die Grenze seines Nahrungsangebotes erreicht und dann eben dauerhaft immer hungrig also leicht zu fangen umherstreicht.
Hungrige Fische kann man als Angler leicht fangen, satte Fische muss man mit Mitteln der Fischerei abfischen.
Schätze darum sind auch die Zeiträume Frühjahr und Herbst für Angler so interessant, selbst wenn die Fische im produktiven Überschuss-Sommer mehr fressen und viel schneller verdauen.
unterschätze die welse nicht. Die fressen auch Muscheln und Enten usw.auch großwelse fressen kleine fischchen.
So leicht hungern die nicht.sind opertunisten.
Der angler schneidert und der Wels ist satt
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Ich bin aktiver Gewässerwart und wir werten Jahr für Jahr unsere Fanglisten aus und ich bin selbst oft am Gewässer zum Angeln.
Wenn die Hecht- bzw. Zanderfänge in etwa gleich bleiben, Zander vielleicht noch leicht steigend und in dem Gewässer vor dem Aufkommen von Welsen 200 Schleien in den Fanglisten standen und jetzt 0.0 gar nix mehr seit 6 Jahren.

Und mit den Brachsen. Unser Hegefischen einmal im Jahr war immer dazu dar den Überbestand in Grenzen zu halten, mittlerweile ist man schon froh wenn man wieder eine zu Gesicht bekommt.

Und mit den unterschiedlichen Zeiten der Aktivität in Verbindung mit dem Fraßdruck von Kormoranen hab ich mit "Anscheinend" gekennzeichnet, da ich dafür wirklich nur den Menschenverstand herangezogen habe.

Sind das jetzt genug Belege dafür das ich ne Aussage treffen darf?
Bevor du jemanden des Stammtischschwafelns etc. beschuldigst könntest du auch mal gesittet nachfragen, auch wenn die Diskussion in deine gewünschte Richtung führt!

Ergänzung: Zu den Zeiten, in denen die Schleie verschwand (allerdings ein monotones Gewässer mit wenig Seerosen und Kraut), wurden Kormorane bei uns höchstens mal vereinzelt gesichtet!
Berechtigte Antwort.
Wobei ich bis lang auch aktiver G.W war, also die Entwicklung über 30 Jahre miterlebte.
Für mich bleiben es aber Stammtischparolen, wenn sie unbelegt und ohne Hintergrund verkündet werden.
Ich kann die Aussagen dann nicht überprüfen oder betrachten, was aus der Ferne so oder so schwierig ist und auch weil Ich nicht wissen kann ob man Dier immer die Wahrheit sagt,
In den Jahren habe ich viel zu oft von heimlichen oder umgeschriebenen Besatz mitbekommen, als das Ich solchen Zahlen blind vertrauen mag.
Teilweise brauchte ich Jahre um später zu erfahren wie Fische in die Gewässer gelangten.

Und ja, ich halte vieles für Stammtischgerede.
Denn Vielen ist es unerträglich keine einfachen Antworten zu geben oder zu erhalten und eher nur zu vermuten woran es alles liegen könnte.
Denn dann kann man ja auch nur Versuchen die Dinge zu verbessern, ohne sicher zu wissen ob es funktioniert.
Manchmal denke ich es ist Ausdruck von hohem Wissen sich um einfache Antworten zu drücken.
Nur wird das schnell für ein Zeichen von Unwissen verstanden.

Was die Schleie betrifft kann ich leider nur vermuten das der Kormoran da sicher fast immer sehr großen Einfluss hat und der Wels vielleicht örtlich auch.
Ich vermute sogar Schleien vertragen keine zahlreichen Brachsen und Rotaugen als Konkurrenten. Kommen aber mit Rotfeder, Giebel, Karausche und Karpfen recht gut zurecht
Ich kann aber auch sagen das ein Wechsel des Lieferanten und der Besatz älterer Tiere bei uns half und wir nun wieder Jungschleien in vielen Gewässern haben.
Wobei das auch parallel zum Wels ging aber auch ohne.
Trotzdem sind Schleien bei uns immer noch selten, selbst in den verkrauteten Kleinstgewässern wo man einst dutzende Fangen konnte.

Aber hier geht es ja um Welse.
Ende der 80er wimmelte es in den Gewässern von Fischen, es fehlten an Feinden so das sie oft verbutteten.
Mit der Wende Explodierte der Fischbestand in meinem Heimatfluss, denn nun wurde es wieder Süßwasser.
Eine Traumhafte Zeit, wo Arten kamen und gingen aber alles in Massen und doch von vielen unbemerkt.
Als bei uns erstmalig etwa 700 W1 im Herbst in den Fluss auf etwa 200 Ha verteilt besetzt wurden, habe ich nicht gedacht bald etwas von Ihnen zu hören.
Aber im nächsten Jahr wurden sie immer wieder von Aalanglern gefangen
Interessant war Jemand der gleich 12 Stück gefangen haben wollte wobei die schon im folgenden Herbst die 50cm überschritten

Trotz der geringen Zahl wurden sie also gar nicht selten gefangen und sicherlich haben längst nicht alle überlebt.
Dann folgten Einzelfänge in den zu erwartenden Größen und dann tauchen bald erstmalig Jungwelse auf.
Nun nach 25 Jahren werden öfter mal Jungwelse gefangen, hin und wieder ein Speisefisch und sehr selten Superfische um 2m gefangen.
Ganz grob kommen auf 600 Zander, 70 Hechte und 15 Welse, bei 1400 Anglern.
Früher um 90 hatten 1200 Angler locker 1400 Zander, die sich aber auf weniger Angler verteilten, da ja alle Aale fischten und Gummiköder fast noch unbekannt waren.
Ähnlich ist das auch bei den Satzfischen fing ich in den 80er oft Dutzende Satzkarpfen oder Satzschleien am Tag, ist das nun schon ein sehr seltener Fang, denn wenn fängt man kapitale oder gute Fische.
Das geht quer durch alle Gewässer und alle Fischarten und das kann nicht nur am seltenen Wels liegen.
Aber wenn man sich mal die Aussagen von Fischern und Fischzüchtern anhört, ist das bei Ihnen oft der Kormoran.

Wenn man sich dann mal Gedanken macht wie viele Fresstage auf den eigenen Gewässern dort an Kormorane fallen und ein wenig von Fischertragen versteht.....
Dann kann es leicht sein das man überzeugt ist das Kormorane da einen recht hohen Anteil am Ertrag abschöpfen.
Wenn man darüber nicht nachdenken mag oder es für gegeben hält, braucht man sich fast keine weiteren Gedanken machen.
Erst in der Kombination wird dann Kormoranproblematik, Angeldruck, Gewässerausbau und Belastung, Neue Arten und Krankheiten u,v,m wie auch die Welse wieder interessantes Thema.

Fakt ist aber, von der Fischmenge die ein Kormoran benötigt, können einige Welse sehr groß werden oder sehr viele Angler zufrieden Fische entnehmen.
Denn je nach Quelle braucht so ein Vogel 100 Kg -200 Kg im Jahr.
Das ist etwa das was 20 - 40 Angler entnehmen und reicht sicher auch für 2-3 Großwelse, die ja noch andere Nahrung nutzen.
Wobei das wohl für eine ganze Gruppe mittlerer Welse (100cm -130cm) reichen sollte.

Was vielen Anglern Angst macht sit die Größe eines kapitalen Welses.
Wobei der Wels wechselwarm viel weniger Nahrung benötigt, weil er keine Energie für Körperwärme verschwendet und sich auch gar nicht zu viel bewegt.
Dafür ist der Kormoran halt ein viel schnellerer wendigerer Jäger, was Ihm die Fische im Kalten Wasser leicht erbeuten lässt.
 
Zuletzt bearbeitet:

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

unterschätze die welse nicht. Die fressen auch Muscheln und Enten usw.auch großwelse fressen kleine fischchen.
So leicht hungern die nicht.sind opertunisten.
Der angler schneidert und der Wels ist satt
;) Fast ein Wunder wenn sie weder in Oder, Havel, Peene, Warnau, Trave, Elbe, Donau oder Bodensee nie alles platt gemacht haben....wobei Sie wohl immer wussten das sie als echte Flussfische nicht in Stillgewässer, Altarme und Graben oder Bächen einzuwandern haben.
Das tun sie bestimmt erst heute...und bedrohen so die Schleie dort.:m
Erfolgreiche Opportunisten haben gemeine Gegenspieler die Spezialisten und die Erfahrung der zahlreich entkommenden Beute.
 

rheinfischer70

Active Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Hallo Bernd, jetzt werden wieder die möglichen Auswirkungen des Waller- und Kormoranbestands aufgelistet.
Beide sind Fakt und kaum zu ändern.
Wie können Angelvereine reagieren, ohne Geld zu Fenster rauszuschmeißen?
Bleibt fast nur K3 im Frühjahr und RB-Besatz als Strohfeuer?
Der Rest endet als Kormoranfutter, besonders Weißfischbesatz. Oder auch jedes Jahr im Frühling nach dem Kormoran 100kg/ha Weißfisch als Ausgleich nachsetzen? Was verdammt teuer wäre.
 

Inni

Active Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Jaja, der bööööse bööööse Wolf äääh Wels. Lange nicht mehr so viel aus der Glaskugel gelesen .... "Gebt mir ein Stein, gebt mir ein Stein" - wer kennt das nicht ...




Fangt doch einfach mal ganz vorn in der Nahrungskette an. Und denkt dann mal darüber nach.

Jedes Individuum wird sich nur so viel fortpflanzen, wie Nahrung zur Verfügung steht. Außer Delfin und Mensch, die po**** auch zum Spaß.

Als Kinder konnte man mit seinem Kescher an jeden Tümpel oder Weiher fahren und hatte nach ein paar Zügen mit dem Kescher das Glas voller Wasserflöhe. Die Fische im Aquarium hat es gefreut, die haben wir NUR so gefüttet. Trockenfutter kannten wir damals nicht. Zieht mal los und versucht mal Wasserflöhe zu fangen. Eure Fische werden verhungern.
Auch sind mir als Kinder mit dem Küchensieb an den Bach und haben Stichlinge gefangen, die gab es in Massen. Heute ist der Bach leer.
Vor 30 Jahren mussten wir beim Moped fahren aller Paar Stunden das Visier sauber wischen, alles voller Fliegen und Mücken. Auch die ersten Jahre mit dem Auto war das so, man hatte immer ein "Glitzi-Schwamm" mit um das Geschmiere von der Scheibe zu rubbeln. Kann mich nicht daran erinnern wann ich in letzter Zeit mal die Autoscheibe geschrubbt habe.

Irgendwo im Forum gab es mal einen guten Beitrag eines Imkers über Neonicotinoide. Sucht mal danach.


Ach ja, Kormoran, da reiche ich gleich noch was nach ...




Keine Nahrung, keine Fische. Paar zählbare Räuber bleiben am Ende der Nahrungskette.

Sollen die Landwirte weniger Dreckzeug auf die Felder sprühen und auch jeder mal seinen Müll vom Wasser mitnehmen. Vielleicht hilft das der Umwelt ein bisschen auf die Sprünge. Da kann jeder seinen Beitrag leisten, der wegen Schneidertagen rum heult.

Auch sollte man den Angeldruck und die Erfahrung/Perfektionierung der Angeltechniken nicht vergessen. Eine Entnahme nach der "Küchenfensterregel", wo es zu den Mindestmaßen auch Maximaße gibt, um Tieren mit guten Genpool eine Chance zu geben, wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber hier den Wels zu verteufeln ist sicher der falsche, wobei natürlich einfachste, Weg.
 

Taxidermist

Well-Known Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Auch sollte man den Angeldruck und die Erfahrung/Perfektionierung der Angeltechniken nicht vergessen. Eine Entnahme nach der "Küchenfensterregel", wo es zu den Mindestmaßen auch Maximaße gibt, um Tieren mit guten Genpool eine Chance zu geben, wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber hier den Wels zu verteufeln ist sicher der falsche, wobei natürlich einfachste, Weg.
Du meinst jetzt nicht ernsthaft eine Küchenfensterregelung für den armen notleidenden Waller?

Jürgen
 

Laichzeit

Well-Known Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

JAber hier den Wels zu verteufeln ist sicher der falsche, wobei natürlich einfachste, Weg.
Auch wenn es keiner hören will, das gilt für den Kormoran in einigen Fällen auch. Hier in Süddeutschland liegen in so manchem Gewässer 5-10 Jahre zwischen dem Zusammenbruch der Fischbestände und dem ersten Kormoran. Manche Gewässer sind seit Jahren platt und haben kaum einen Durchzügler gesehen.
 

BERND2000

Well-Known Member
In stillem Gedenken
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Jaja, der bööööse bööööse Wolf äääh Wels. Lange nicht mehr so viel aus der Glaskugel gelesen .... "Gebt mir ein Stein, gebt mir ein Stein" - wer kennt das nicht ...




Fangt doch einfach mal ganz vorn in der Nahrungskette an. Und denkt dann mal darüber nach.

Jedes Individuum wird sich nur so viel fortpflanzen, wie Nahrung zur Verfügung steht. Außer Delfin und Mensch, die po**** auch zum Spaß.

Als Kinder konnte man mit seinem Kescher an jeden Tümpel oder Weiher fahren und hatte nach ein paar Zügen mit dem Kescher das Glas voller Wasserflöhe. Die Fische im Aquarium hat es gefreut, die haben wir NUR so gefüttet. Trockenfutter kannten wir damals nicht. Zieht mal los und versucht mal Wasserflöhe zu fangen. Eure Fische werden verhungern.
Auch sind mir als Kinder mit dem Küchensieb an den Bach und haben Stichlinge gefangen, die gab es in Massen. Heute ist der Bach leer.
Vor 30 Jahren mussten wir beim Moped fahren aller Paar Stunden das Visier sauber wischen, alles voller Fliegen und Mücken. Auch die ersten Jahre mit dem Auto war das so, man hatte immer ein "Glitzi-Schwamm" mit um das Geschmiere von der Scheibe zu rubbeln. Kann mich nicht daran erinnern wann ich in letzter Zeit mal die Autoscheibe geschrubbt habe.

Irgendwo im Forum gab es mal einen guten Beitrag eines Imkers über Neonicotinoide. Sucht mal danach.


Ach ja, Kormoran, da reiche ich gleich noch was nach ...




Keine Nahrung, keine Fische. Paar zählbare Räuber bleiben am Ende der Nahrungskette.

Sollen die Landwirte weniger Dreckzeug auf die Felder sprühen und auch jeder mal seinen Müll vom Wasser mitnehmen. Vielleicht hilft das der Umwelt ein bisschen auf die Sprünge. Da kann jeder seinen Beitrag leisten, der wegen Schneidertagen rum heult.

Auch sollte man den Angeldruck und die Erfahrung/Perfektionierung der Angeltechniken nicht vergessen. Eine Entnahme nach der "Küchenfensterregel", wo es zu den Mindestmaßen auch Maximaße gibt, um Tieren mit guten Genpool eine Chance zu geben, wäre ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber hier den Wels zu verteufeln ist sicher der falsche, wobei natürlich einfachste, Weg.
Du hast Du ja schon 3 von 5 meiner Lieblingsthemen angesprochen.
Kormoran, Spritzmittel und Wels wobei ich den Wels weniger kritische sehe wie die Verbreitung des auch so beliebten Zanders.
Mag der Kormoran ein gewaltiges Konkurrenzproblem darstellen, geht es bei den Spritzmittel um den Erhalt der Grundlagen.

Tja und wer dann noch die Verbreitung von Fremdarten wie den Wels unterbinden will, sollte beim noch fremderen beliebten Zander beginnen.

Wobei beide schon so verbreitet sind, das man sie lediglich nicht noch weiter in Massen besetzen sollte.
Lecker und beliebt sind beide, so das man sie nun auch als Bereicherung verstehen könnte.

Nicht das Gutmenschentum, dann so endet wie bei Quappe und Hecht, die man in Teilen Ihres Lebensraumes als nachteilig ablehnt und dann ganz klar gegen den Naturschutzgedanken handelt.
In weiten Teilen Deutschland ist der Wels halt heimisch, was nicht Allen wirklich klar erscheint.
(Auch heute meinen viele, Hecht und Quappe hätten in Salmonidengewässer nichts zu suchen, selbst wenn sie dort wohl immer vorkamen.
Da ticken sie ähnlich wie Vogelschützer, welche angst vorm bösen Küken fressenden Hecht haben, der dann raus soll.)
 

Lajos1

Well-Known Member
AW: Entnahmepflicht-Auswirkungen?

Hallo,


der Waller an sich ist nicht das Problem. Das Problem ist seine Verbreitung, welche es in den letzten ca. 30 Jahren gegeben hat.

Ich fische ja nun schon sehr lange und bis in die 1980er Jahre hinein gab es nicht so viele Gewässer, in denen Waller vorkamen. Heute ist das ganz anders; es gibt nur noch wenige Gewässer in welchen er nicht vorkommt.
Wir (Verein) bewirtschaften 15 verschiedene Gewässer bzw. Gewässerabschnitte. Früher hatten wir ein Gewässer mit einem bescheidenen Wallerbestand, besetzt wurde dieser Fisch von uns nie.
Heute haben wir Waller in 10 Gewässern und teilweise in "herrvorragenden Beständen".


Petri Heil


Lajos
 

Trollwut

Angeln-mit-Stil
Dass der Waller Bestände vernichtet halte ich nach wie vor für groben Unfug. Im von mir befischten, mittelgroßen Baggersee ist der Friedfischbestand nach wie vor hervorragend. Auch Brassen lassen sich in absoluten Massen (>30 Stück/tag) problemlos fangen. Keine, und damit meine ich wirklich keine! Brasse zeigt Wallerspuren, die sind also bei der Jagd wohl sehr effizient.

Der W-Bestand ist auch nicht zu vernachlässigen, es wurden bisher einige Exemplare mit rund 1,80m sowie unzählige Kleine gefangen.

Bestand mit der Angel regulieren? Halte ich für unmöglich.
 

Kochtopf

Chub Niggurath
Dass der Waller Bestände vernichtet halte ich nach wie vor für groben Unfug. Im von mir befischten, mittelgroßen Baggersee ist der Friedfischbestand nach wie vor hervorragend. Auch Brassen lassen sich in absoluten Massen (>30 Stück/tag) problemlos fangen. Keine, und damit meine ich wirklich keine! Brasse zeigt Wallerspuren, die sind also bei der Jagd wohl sehr effizient.

Der W-Bestand ist auch nicht zu vernachlässigen, es wurden bisher einige Exemplare mit rund 1,80m sowie unzählige Kleine gefangen.

Bestand mit der Angel regulieren? Halte ich für unmöglich.
Kommt denke ich auf die Größe an, ob er Schaden anrichtet. In unserem 7500m^2 Teich ist ein ca. 1,60m Waller drin, ich denke die zur Laichzeit der Weissfische eingesetzten Forellen sind das größere Problem
 

Andal

Teilzeitketzer
Dass der Waller Bestände vernichtet halte ich nach wie vor für groben Unfug. Im von mir befischten, mittelgroßen Baggersee ist der Friedfischbestand nach wie vor hervorragend. Auch Brassen lassen sich in absoluten Massen (>30 Stück/tag) problemlos fangen. Keine, und damit meine ich wirklich keine! Brasse zeigt Wallerspuren, die sind also bei der Jagd wohl sehr effizient.

Der W-Bestand ist auch nicht zu vernachlässigen, es wurden bisher einige Exemplare mit rund 1,80m sowie unzählige Kleine gefangen.

Bestand mit der Angel regulieren? Halte ich für unmöglich.
Vollkommen richtig bemerkt. Denn demnach dürfte es in Po und Ebro sonst keine Fische mehr geben. Das glatte Gegenteil ist aber der Fall. Beide Flüsse gehen praktisch über....

Genau so bewirkt die Entnahme der Waller nicht wirklich was. Rein mit anglerischen Methoden lässt sich eine Art nicht entfernen. Ein erfolgreicher Laichgang und sie sind wieder da.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Denn demnach dürfte es in Po und Ebro sonst keine Fische mehr geben
Soweit ich weiß hat sich im Ebro der Fischbestand aber nach der Ausbreitung der Welse schon verändert, aber dort wurden ja auch noch andere gebietsfremde Räuber wie Hecht, Zander, Bass und Flussbarsch angesiedelt, da lässt sich die Auswirkung einer einzelnen Art wohl kaum messen.

Je nach Gewässer und Bestandsdichte könnte der Wels m.E. für einzelne Fischarten durchaus ein negativer Faktor sein. Schleien, Aale , Rotfedern etc. , das kann in einem Gewässer gutgehen, anderswo könnte der Bestand das ggf. nicht verkraften. Kann man sicher nicht pauschal beurteilen.

Wenn es sich bei den Welsen um unerwünschte Zuwanderung oder illegalen Besatz handelt, finde ich es legitim, wenn ein Bewirtschafter die wieder draußen haben will.

Mit der Angel allein kriegt man nen Überbestand aber wohl nicht geregelt.
 
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