Fans alter Stationärrollen (Shakespeare,DAM)

Bimmelrudi

Well-Known Member
Um die hier geht es - jedenfalls sollte sie so aussehen.
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Groetjes
David
Bevor ich morgen anfange dir Federn zu biegen, könnte ich noch etwas Input gebrauchen.
Stehen die beiden abstehenden Schenkel rechtwinklig zueinander oder ist dessen Winkel größer?

Wäre halt gut zu wissen bevor ich mit dem Biegen anfange, nicht das nachher aufgrund des zu kleinen Winkels die Zugspannung zu hoch ist und dir der Bügel von selbst wieder schließt (...und womöglich noch schön auf die Flossen :mad:)
 

daci7

Grobrhetoriker
Ne, genau 90 sind nicht aber so viel mehr auch nicht. Ich sag mal so knappe 100° werden das wohl sein.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
ok, damit kann ich morgen dann was anfangen. :)
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Post geht nachher noch raus, spätestens Montag oder Dienstag sollte es dann bei dir sein.;)
 

daci7

Grobrhetoriker
Bombastisch! Ich melde mich, sobald was da ist. Dann gibts natürlichvauch noch ne Rückmeldung zur Inbetriebnahme der Röllchen! ;)
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Kann mir jemand erläutern, wie bei manchen Mitchell-Rollen 6stellige Nummer neben der Rolle stehen, Ist etwa jede Mitchell-Rolle mit einer durchlaufenden Nummer versehen worden?
Und um nochmal auf Sportex-Rollen zurück zu kommen, weiß jemand ob der Name Karmann nur für Sportex-Rollen gebraucht wurde oder ob unter Karmann auch Rollen vertrieben wurden, die nicht im Sportex-Katalog standen. River wird z.B. als River-Rolle oder als River-Sportex-Rolle angeboten, bei Karmann ist es genau so.
Soweit mir bekannt numerierte Mitchell einige ihrer Rollenmodelle fortlaufend, allerdings auch nicht durchgängig bis zu deren Einstellung.
Es sind auch nicht alle Modelle betroffen, sondern nur ein kleiner Teil der Mainstream-Modelle, und dann soweit mir bekannt, auch nur etwa bis Anfang 70er oder Mitte 70er Jahre.

Mit Sportex ist so ne Sache. Die dt. Sportex hat eigentlich nix mit Sportex (England) ansich zu tun gehabt, dort wurden/werden lediglich Ruten produziert.
Die Rollen die ebenfalls mit vertrieben wurden sind eher ne Art von Baukastenrollen, die sich einige Anbieter damals in Japan zusammenzimmern haben lassen.
Die bekannten Turbo-Modelle im skirted spool-Design wurden in den Staaten zb durch Herters vertrieben (DAM z.T. auch), in anderen europ. Ländern hatten sie lediglich einen anderen Namen wie zb Hurricane (Spanien, Frankreich, evtl. auch Italien).
Das gleiche Prinzip, nur im weitaus größeren Stil, findet man auch bei etlichen Modellen die hierzulande von Shakespeare vertrieben wurden. Gerade bei den Shakespeare-Modellen findest du quasi von jedem Modell auch nen baugleiches Equivalent mit andrem Label.
Das liegt halt daran das diese Rollen vorrangig von Ohmori in Japan gebaut wurden. Im Mutterland Japan gab es jene allseits bekannten Modelle halt direkt von Ohmori (sehr gesucht und teuer), die wurden im Prinzip nur umgelabelt oder leicht modifiziert für andere Märkte/Vertriebler.
In den frühen 70er hatte zwar Shakespeare per Vertrag erwirkt, das Ohmori nur noch für sie allein produzieren durfte, das hat aber nicht lange gehalten und der Schuss ging eher nach hinten los. Shakespeare's Ziel war eigentlich, den direkten Konkurrenten Fury Ltd. vom amerik. Markt zu schubsen. Immerhin hatte Fury Ltd. deutlich mehr Marktpräsenz, nachdem quasi alle nur noch in Japan bauen ließen.
In der westl. Welt hat nur niemand auf dem Schirm gehabt, das die wenigen japan. Firmen damals sehr eng miteinander verknüpft waren und somit die irrwitzige Produktion zu der Zeit sich quasi teilte.
Anders wäre es auch kaum möglich gewesen, schließlich kaufte nahezu jeder Vertriebler dort ein.
Leider sind die wirklichen Abläufe und Verknüpfungen dieser Hersteller aus jener Zeit für die westl. Welt nicht zugänglich. Daher isses für viele Sammler halt heute so schwierig, gezielt an Informationen zu kommen.
Man kann sich heutzutage nur auf Katalogmaterial stützen, was aber nur bedingt hilfreich ist, denn selten war das komplette Portfolio einer Marke auch komplett im jeweiligen Katalog zu finden.
Daiwa ist da der bekannteste Fall, bis in die 80er Jahre gab es nur den engl. Standort als europäischen, der französische wurde nach nichtmal 2 Jahren wieder eingestampft um ihn 10 Jahre später wieder aufzumachen.
Und UK war halt schon "unique" was dessen Bedarf und Angebot an Tackle anging. Folglich findet man in den engl. Daiwa-Katalogen nicht mehr wie maximal 10% des gesamten Programms, hinzukommt das etliche Produkte daraus auch nur für UK selbst gebaut und auch nur dort vermarktet wurden.
Den dt. Vertrieb hatte damals Balzer inne, viel später dann Cormoran (vorher Coorperation mit Ryobi). Balzer hatte damals viel im Programm, wenngleich auch oftmals erst einige Jahre nach Einführung in UK. Der Zubehör/Ersatzteilservice gehörte ebenfalls dazu und war quasi flächendeckend, zumindest bis etwa Anfang 80er.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
da wir schon mal dabei sind, ich gehöre ja eigentlich nicht zu denen die mit dem Alten Teilen noch fischen geschweigenden sie noch auseinandernehmen(Hauptsache sie tun noch), aber jetzt musste ich mal.
wollte jetzt mal auf eine Abu 66 die ich vor einiger zeit aus der bucht gefischt habe Schnur drauf machen, und nach einigen malen kurbeln tat der Spulenhub nicht mehr :cry2, beim auf schrauben (1 Schraube, geil) das übel gesehen, kann mir vielleicht jemand sagen wo ich so ein Teil herbekomme und wie man das nennt .
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Hab die Tage nochmal meine Links durchgesehen...wußt ich doch ich hab dazu schonmal was gesehen und mir gespeichert. :laugh2
https://www.ebay.de/itm/Umbau-fur-Querlenker-Abu-Kardinal-4-4x-44-44x-6-6x-7-7x-66-77/182267525969?hash=item2a6ffdbb51:m:mzX5awJAv-KHFeTCK_ji03A
 

Hecht100+

Well-Known Member
@Bimmelrudi Werter Angelkollege, ich habe für 1,61 Euros eine Daiwa 7290D ersteigert und würde dich als Daiwa-Fachmann gerne fragen, von wann diese Rolle sein könnte. Ich habe sie noch nicht bekommen, aber von dem Fotos her scheint sie mehr ein Schwergewicht zu sein.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Ok, ich versuchs mal bissl aufzudröseln.

Vorab...die 7290 ist beileibe kein Schwergewicht wie man es vielleicht vermuten könnte, sie ist eher sehr klein.
Ich kanns dir grad nicht 100pro sagen da ich noch auf Arbeit bin, aber mehr wie 100m 35er werden da wohl nicht draufgehen.

Das D nach der Modellnummer steht übrigens für ein Generationsupgrade. Die ersten Modelle hatten ein A am Ende, das D-Upgrade stammt aus den 70ern..irgendwo um den Dreh 1974-1977 rum.
Der Bügel dieser Rollen ist übrigens anlegbar (einfach den Anschlagnippel mit dem Finger vorschieben).

Wesentliche Merkmale der D-Modelle:

- hart anodisierte Metallspule anstatt der Kunststoffspule
- spring loaded Drag nun auch bei den kleinen Modellen wie eben jener 7290

Ich kann später sicherlich nochmal in meinen Katalogen genauer nachsehen ab wann die gebaut wurden.
 

Hecht100+

Well-Known Member
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Es ist doch erstaunlich, was unser @Bimmelrudi selbst auf der Arbeit noch so zwischendurch alles weiß. 16.45 Uhr kam die DHL und brachte das erwartete Päckchen, und es stimmt, sie ist einfach eine kleine ältere Rolle. Von der Größe her wie eine DAM Finessa 110, aber nicht ganz so schlank. Der Aufkleber über die anodisierten Spule als Korrosionsschutz klebt noch auf dem Rotor. Der Lack ist überdurchschnittlich gut erhalten, das einzige was etwas schwergängig läuft ist das Kunststoff-T des Griffes. Ihr Herstellungsland ist Korea.
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Bimmelrudi

Well-Known Member
Vom äußeren Zustand schaut sie doch ganz ordentlich aus.
Wenn das T-Kunstoffstück des Griffes etwas schwer gehen sollte, träufel da einfach mal von außen nen Tropfen öl rein und dreh ein paarmal dran.
Die Griffe bei Daiwa-Rollen waren damals genietet, kann man nicht ohne sie zu zerstören abnehmen. Von daher geht das eben nur von außen.
Klappt eigentlich ganz gut.

Interessant ist das Herstellerland, Korea. Das ist widerum mal was neues für mich das die Produktion einiger Modelle wohl doch schon in den 70ern nach Korea wanderte.
Der Hersteller in Korea war übrigens Bando, eigens von Daiwa-Seiko ins Leben gerufen für die Auslagerung der Rollenproduktion. Später (1982 oder 84) hat sich Bando dann abgenabelt und als eigen interagiert.
Ihr erstes Modell war übrigens die SX-Serie, prinzipiell die gleiche hochkarätige Qualität wie die Daiwa-SS-Serie aus den späten 70ern, allerdings mit einigen technischen Verbesserungen (innenliegender Bügelanschlag zb). Die SS-Serie von Daiwa baute letztlich auch Bando, wenngleich auch nicht die allerersten Modelle. Heute findet man jene Bando-SS-Modelle immernoch, erkennbar am C nach der Modellnummer (SS2000C).
Bando hat sich in den 90ern dann nochmal umbenannt in Banax, die SX-Serie wurde übrigens erst 2012 eingestellt und reiht sich damit neben der GS-9 und den Mitchells zu den Modellen, die amlängsten quasi unverändert gebaut wurden.
Banax ist heute immernoch Hersteller, baut neben Eigenproduktionen für sehr viele andere die Rollen. Neben Haibo (China) ist Banax (Korea) einer der 4 größten Rollenproduzenten weltweit.
Heutige Top-Modelle sind zb die Extreme (trägt den Namen völlig zu Recht).
 

Hecht100+

Well-Known Member
Wie immer echt interessant dein Wissensschatz.

Ich habe heute nachmittag noch mal an der Auswuchtaktion der DAM Quick 550N gearbeitet, ich habe die Bleischrote mit Pattex-Multikleber eingeklebt. Sie läuft jetzt wunderbar rund und mit den 300 mtr. 0,35er Schnur werde ich sie an eine Stellfischrute festmachen. Dort wird sie durch ihr hohes Gewicht und ihre niedrige Übersetzung m.M.n. passend sein.

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Jedenfalls lohnt es sich, bei den alten Rollen, die man noch verwendet, den Rotor auszuwuchten. Die 550N hat natürlich reichlich Platz im Rotor für Gewichte. Ich hatte auch schon mit flüssigen Blei spekuliert, doch die Wärme und die Farbe werden bestimmt nicht harmonieren.
 

jason 1

Well-Known Member
Mein lieber Scholli. Du bist aber am tüfteln. Wozu doch Schrotbleie alles gut sind.

Gruß Jason
 

Hecht100+

Well-Known Member
Und man glaubt gar nicht wie ruhig die jetzt läuft.
 

Bimmelrudi

Well-Known Member
Jedenfalls lohnt es sich, bei den alten Rollen, die man noch verwendet, den Rotor auszuwuchten. Die 550N hat natürlich reichlich Platz im Rotor für Gewichte. Ich hatte auch schon mit flüssigen Blei spekuliert, doch die Wärme und die Farbe werden bestimmt nicht harmonieren.
Man könnte die Schrote auch platt klopfen..oder wenn man es richtig gut machen will, Knete in die Hohlkammer, davon nen Abdruck als Form und darin das Blei gießen.
Bissl Nachschleifen und einkleben. Dann bestünde auch nicht die Gefahr das sich vielleicht mal ein Schrot löst und richtig geile Geräusche abgibt.
Erinnert mich immer wieder an meinen damaligen Nachbar, der hatte nen Käfer mit den schönen verchromten Radkappen. Kappe runter, Stahlkugel rein, Kappe wieder drauf.
War nen Heidenspaß zu sehen, wie der fast verzweifelt ist den Ursprung des Geräusches zu finden wenn er losfuhr.:roflmao
 

Drehrumbum

Active Member
Morgen,spätestens aber am Wochenende gibts auf den einschlägigen Gierschlund Handelsplattformen sicherlich Banax,Bando,70er/80er Jahre Daiwas zu astronomischen Preisen. :roflmao
 

Hecht100+

Well-Known Member
@Bimmelrudi Erinnert mich an meinen Nachbarn, Käfer Zündkabel vertauscht, der hat 3 Stunden gesucht. Und man kam ja gut dran.
 
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