VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Thomas9904

Well-Known Member
Vorabveröffentlichung Magazin, Ausgabe November

VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Vorbemerkung
Uns ist klar, dass weder die Berichterstattung noch die Diskussionen auf unseren Seiten bei allen Verbänden und Funktionären die reine Freude hervorruft. Aber die Presse ist mit dazu da, zu informieren und - seit es die Möglichkeit gibt – auch über entsprechende Veröffentlichungen diskutieren zu lassen.

Nicht umsonst werden sowohl die Pressefreiheit wie auch die Meinungsfreiheit von der Verfassung weitgehend geschützt.

Auf der anderen Seite steht das Persönlichkeitsrecht des Einzelnen, welches bei Diskussionen um die Amtsführung zum Beispiel von Politikern oder auch Personen des öffentlichen Lebens, wie einem Präsidenten eines Bundesverbandes, teilweise vom öffentlichen Interesse an der Berichterstattung verdrängt wird.

Zum Fall
Wir bekamen in der Redaktion einen Brief von einer Anwaltskanzlei aus Offenbach, die Peter Mohnert vertreten würden. Dort verlangte man die Löschung vieler Beiträge – sowohl redaktionelle wie auch Postings in den Diskussionen - mit der pauschalen Unterstellung, diese würden das Persönlichkeitsrecht des Herrn Mohnert beeinträchtigen.

Da wir uns unserer Verantwortung zum einen bewusst sind, und deswegen in solchen Fällen immer eine vernünftige Lösung suchen, wir aber zum anderen nicht einfach Beiträge löschen, welche partiell Missfallen hervorrufen, baten wir die Rechtsanwälte von Herrn Mohnert, uns die genauen Beiträge sowie den jeweiligen Rechtsgrund, warum ein Beitrag oder Teile davon gelöscht werden sollten, zu nennen.

Vor allem, weil in dem Schreiben Beiträge genannt wurden, die nicht zugeordnet werden konnten, da keine direkten Links angegeben waren und Datum sowie Titel der genannten Beiträge teilweise nicht stimmten.

Zudem war in einigen Beiträgen gar nicht von Herrn Mohnert selber die Rede, sondern nur vom VDSF beziehungsweise der Führung des Verbandes allgemein.

Wir baten weiter darum, uns mitzuteilen, ob die Kanzlei Herrn Mohnert als Person vertritt, den VDSF oder die VDSF-GmbH. Denn alle monierten Beiträge standen in Zusammenhang mit der VDSF-GmbH und aus der beigefügten Vollmacht ging eben nicht klar hervor, wer nun genau vertreten wird.

Schreiben an die Anwälte schrieb:
Sehr geehrter Herr XXXXX,
wir haben Ihr Schreiben mit obigem Betreff erhalten und wollen als verantwortungsbewusstes Medienunternehmen wie immer in solchen Fällen gerne schnellstens tätig werden.

Auf der Basis Ihres aktuellen Schreibens ist es uns nicht möglich, die von Ihnen monierten Beiträge auf ihre Rechtmäßigkeit zu überprüfen, weil bereits nicht klar ist, auf welche konkreten Beiträge Sie sich beziehen.

Im Hinblick auf den von Ihnen angeführten Beitrag "Die kurze Geschichte der scheiternden Fusion" sei etwa darauf hingewiesen, dass dieser erst am 20.06. veröffentlicht wurde, mithin können insoweit auch keine Beiträge vom 18.06. enthalten sein.

Es ist zum reagieren unsererseits aber denknotwendig, dass Sie uns die genauen Beiträge zur Kenntnis geben.

Des weiteren haben Sie in Ihrem Schreiben ausgeführt, dass Sie Herrn Mohnert vertreten. Auch mangels Adressangabe geht aus Ihrem Schreiben nicht hervor, ob Sie Herr Mohnert als Privatperson, als Präsident des VDSF oder Geschäftsführer der VDSF-GmbH vertreten. Insoweit dürfte auch die als Ablichtung übersandte Vollmacht unvollständig sein. Die Frage in welcher Eigenschaft Sie Herrn Mohnert vertreten, könnte für das hiesige Verfahren - im Hinblick auf die Rechtssprechung bezüglich Personen des öffentlichen Lebens zur Meinungs- und Pressefreiheit - aber relevant werden.

Unabhängig davon haben wir Herrn Mohnert schon des öfteren angeboten, dass er über unsere Plattform selbstverständlich die Angler informieren kann und wir alles veröffentlichen werden, was er uns als Präsident des VDSF zusendet.

Dies gilt natürlich auch uneingeschränkt für diesen Fall.

Bisher hat sich aber Präsident Mohnert immer allen redaktionellen Nachfragen unsererseits verweigert, obwohl in der Satzung des VDSF die Information der Öffentlichkeit ein wichtiger Punkt ist.

Im Hinblick auf das Vorstehende haben Sie sicher Verständnis dafür, dass wir in der von Ihnen gesetzten Frist nicht reagieren können.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas Finkbeiner

Die Kanzlei antwortete, dass sie Herrn Mohnert vertreten würden - auch in seiner Eigenschaft als VDSF-Präsident und als Geschäftsführer der VDSF-GmbH. Aber nicht den VDSF oder die VDSF-GmbH.

Auch im zweiten Schreiben wurden wieder keine Links zu den Beiträgen geschickt und auch wiederum nicht - wie rechtlich notwendig - die Teile der Postings genannt, die gelöscht werden sollten. Ebenso wurden die Rechtsgründe für das Löschungsbegehren nicht genannt.

Als pauschale Anmerkung am Ende des Schreibens der Anwälte stand nur sinngemäß,
dass deren Mandantschaft die Ansicht habe, die Beiträge würden über das hinausgehen, was noch von Meinungs- oder Pressefreiheit gedeckt wäre.

Wir machten nochmals klar, dass ohne genaue Nennung der zu beanstandenden Teile der Postings bzw. Veröffentlichungen und ohne Nennung des jeweiligen Rechtsgrundes wir nicht einfach pauschal Beiträge löschen könnten und verwiesen dabei auf die zu Grunde liegende Praxis.

Schreiben an die Anwälte schrieb:
Sehr geehrter Herr XXXXX,
auch auf Grund Ihres Faxes vom 18.07. sehen wir uns leider noch nicht in der Lage zu handeln.

Ihr Mandant kann nicht pauschal die Löschung ihm nicht genehmer ganzer redaktioneller Artikel oder ganzer Postings im Diskussionsforum verlangen.

Aus Ihrem Schreiben geht bis dato nicht hervor, welche konkreten Zitate aus welchem Rechtsgrund gelöscht respektive ausgeblendet werden soll.

Auf der Basis Ihres aktuellen Vortrages sehen wir uns außer Stande zu handeln.
Beachten Sie bitte, dass unser Forum vom Meinungsaustausch lebt.

Für uns ist es daher nicht möglich, jedem (auch unbegründeten) Löschungsbegehren nachzukommen, weil sonst die Grundlage des Forums entfallen würde.

Sie haben sicher auch Verständnis, dass wir die Meinungsfreiheit des Art. 5 Abs. 1 S. 1 GG und die Pressefreiheit des Art. 5 Abs. 1 S. 2 GG achten.
Mit freundlichen Grüßen, Thomas Finkbeiner
Daraufhin hörten wir von der Kanzlei nichts mehr.

Die Anzeigen
Statt dessen kam eine Anfrage der Polizei zur Herausgabe von Daten, welche einen unserer User betreffen, der sich mit einer Strafanzeige wegen übler Nachrede konfrontiert sah.

Der User wurde von Peter Mohnert, VDSF-Präsident, angezeigt wegen angeblicher „übler Nachrede“ in Beiträgen im Zusammenhang mit der VDSF-GmbH.

Ich bekam dann ebenfalls letzte Woche eine Ladung zu einer Anhörung als Beschuldigter auf Grund einer Anzeige wegen angeblicher Verleumdung.

Auch hier zeigte wieder Peter Mohnert, Präsident des VDSF, an. Diesmal, wie gesagt, wegen Verleumdung, aber auch wieder im Zusammenhang mit redaktionellen Beiträgen und Postings in Diskussionen im Zusammenhang mit der VDSF-GmbH.

Nach Rücksprache des angezeigten Anglers mit seiner Rechtsschutzversicherung, sah dieser bis dato noch keinen Grund zu irgendeiner Reaktion.

Auch die Aussage unserer Juristen war klar:
Erstmal warten, ob es überhaupt über die Ermittlungen hinaus zu einer Verhandlung kommt, was in solchen Fällen fast nie passiert.

Zudem sind die Äußerungen nach Ansicht der Juristen nicht zu beanstanden, sondern von den Grundrechten auf Meinungs- und Pressefreiheit gedeckt. Gerade unter dem Aspekt, dass Herr Mohnert als VDSF-Präsident eine Person des öffentlichen Lebens ist und sich insoweit auch weitgehende Diskussionen gefallen lassen muss.

Gerade dann, wenn es wie bei den Diskussionen im Forum um seine Funktion als Verbandspräsident und Geschäftsführer der VDSF-GmbH geht.

Meine Meinung dazu:
Wir scheinen mit unseren Fragen rund um die VDSF-GmbH wohl irgendeinen Nerv getroffen zu haben, wenn Herr Mohnert mit Anwaltsschreiben und Anzeigen reagiert.

Nur zur Erinnerung:
Wir fragten da schlicht mal nach, was die drei Geschäftsführer wohl verdienen.

Auch hätten wir gerne eine Erklärung für die Fragen aus den uns vorliegenden Dokumenten gehabt.

Wie es denn sein könne, dass bei Umsätzen von 2 – 300.000 Euro ein Gewinn von nur ca. 500 Euro ausgewiesen wird, aber ein Gewinnvortrag von um die 80.000 Euro und was hinter solchen Bilanzierungen wohl stecken mag.

Selbstverständlich hätte Herr Mohnert das alles einfach erklären können.

Sei es über die Seiten des VDSF oder auch als Stellungnahme an unsere Redaktion oder auch als Posting.

Was dahinter steckt, dass er die Löschung solcher Beiträge anstrebt statt sich einfach dazu zu erklären, kann man sicher diskutieren.

Es passt aber wohl in das allgemeine Bild, dass weder Information noch Diskussion im VDSF wirklich erwünscht sind.

Und was Herr Mohnert von innerverbandlicher Demokratie hält, hat er in dem uns vorliegenden Schreiben an den Präsidenten des DAV, Herrn Markstein, klargemacht:
Wohl nicht viel.

Weil er meinte, dass die Mitglieder alles abnicken würden, was Präsidium und Verbandsausschuss vorlegen würden und daher Herr Markstein doch auch (im Zusammenhang mit der Übernahme des DAV durch den VDSF) das einfach in seinem Verband so handhaben solle.

Sollte es wider Erwarten tatsächlich zu einem Verfahren statt zu einer Einstellung kommen, habe ich vollstes Vertrauen in die Gerichte, dass Presse- und Meinungsfreiheit in einem solchen Verfahren siegen werden..

Thomas Finkbeiner




Scheinbar war der obige Bericht nicht so klar und eindeutig wie ich dachte.

Ohne jetzt alles durchgelesen zu haben, was dazu die letzten Tage geschrieben wurde:
Dafür ein großes SORYY und der nochmalige Versuch, das in "Kurzfassung" zu erklären..​

Es handelt sich um zwei juristisch verschiedene Dinge, weswegen ich das auch extra im Text getrennt hatte in "Der Fall" und "Die Anzeigen".

Das eine ist privatrechtlich, das andere strafrechtlich.

Das eine gegen uns als Betreiber, das andere gegen einzelne Personen/User.

Es gibt keinen juristischen Zusammenhang.

Nur ist da eben die zeitliche Abfolge interessant.


Also nochmal:
1.: Privatrechtliche Forderung an die Betreiber der Seite
Uns wurde von einer Kanzlei in Offenbach eine Liste mit redaktionellen Beiträgen und Postings geschickt, ohne Link oder URL zu den Beiträgen, um diese auch finden zu können.

Dazu waren Titel/Datumsangaben zumindest teilweise falsch, so dass eh die Beiträge nicht gefunden/zugeordnet werden konnten.

Ebenfalls wurde zu keinem Beitrag ein juristischer Grund genannt, warum der entfernt werden sollte.

Wir löschen nun mal aber nicht einfach Beiträge, wenn die jemand stören.

Beiträge gerade in Diskussionen um Parteien, Behörden, Verbänden oder Personen des öffentlichen Lebens schon zweimal nicht.

Denn dass über deren Verhalten und Amtsführung auch kritisch und hart diskutiert wird, gehört schlicht zur Demokratie dazu und ist von der Verfassung geschützt.

Es kann natürlich immer sein/vorkommen, dass Berichte und Postings dabei das Persönlichkeitsrecht einzelner Personen berühren.

Wenn so etwas vorkommt und uns das zur Kenntnis kommt und wie rechtlich unbedingt notwendig dann zu jedem Beitrag die zu beanstandende Passage mit dem jeweils monierten Rechtsgrund genannt wird, löschen wir auch solche Beiträge, sofern das nach juristischer Prüfung notwendig erscheint.

Es wurde uns jedoch nie ein konkreter Beitrag/Passage mit einem zu beanstandenden konkreten Rechtsgrund genannt. Und das (siehe die Mails and die Anwälte) trotz mehrfacher Nachfrage.

Pauschal schreiben die Anwälte nur, dass die gesamte geschickte Liste mit (teilweise nicht zuordenbaren) Beiträgen nach Ansicht ihres Mandanten (also wohl nicht nach der Ansicht der Anwälte!!) über das hinausgehen würde, was noch von Presse- oder Meinungsfreiheit gedeckt wäre - das ist kein juristischer Grund, das ist eine private und persönliche Einschätzung!!!!

Und wir löschen nicht einfach Beiträge, nur weil die manchen Amtsinhabern oder Personen nicht gefallen.

Dazu MÜSSEN die eben schon etwas mehr bringen, nämlich das, was vom Gesetz dazu zwingend vorgeschrieben ist, was aber eben NIEMALS geschehen ist.

Das sahen auch unsere Juristen übereinstimmend so, daher gab es für uns als Betreiber keinen Grund zu handeln und Beiträge zu löschen.

Nachdem also nach unserer mehrfachen Anfrage an die Anwälte keinerlei - wie es rechtlich notwendig gewesen wäre - Beiträge mit entsprechenden Rechtsgründen genannt wurden, und nicht weiter mit uns als Betreiber wegen dieser Sache Kontakt deswegen aufgenommen wurde, sahen wir dann diesen Fall auch als erledigt an.

Und damit ist dieser Fall durch, was uns als Betreiber der Seite angeht.

2.: Strafrechtliche Anzeigen gegen Angler/User
Dann kam nachfolgend eine Anfrage der Polizei wegen Herausgabe von Daten eines Users, weil dieser von Herrn Mohnert bei der Polizei angezeigt wurde wegen angeblicher übler Nachrede.

Das hat nur insoweit mit diesem obigen Fall zu tun, als sich herausstellte, dass es dabei um einen Beitrag ging, den Herr Mohnert von uns als Betreiber gelöscht haben wollte.

Warum Herr Mohnert uns nicht einfach diesen Beitrag und den Rechtsgrund dazu geschickt hat, ist nicht nachvollziehbar, da wir mehrmals darum gebeten hatten.

Und warum er dann den User bei der Polizei anzeigt, statt uns - wie er es angefangen hatte - auf privatrechtlichem Wege zur Löschung zu bewegen, ist in meinen Augen nur damit nachvollziehbar, dass Druck gegen den User gemacht werden sollte, wohl damit seine Fragen rund um die VDSF-GmbH unterdrückt werden.

Wäre Herr Mohnert so in seiner Persönlichkeit verletzt gewesen, wäre es ja der schnellere und einfachere Weg gewesen, den privatrechtlichen Weg weiter zu beschreiten und eben endlich konkrete juristische Gründe zu dem, jeweils monierten Beitrag zu nennen - dann, aber ERST dann, hätten wir ja als Betreiber auch reagieren müssen/können.

Dass er dies nicht getan hat, sondern weiter die Beiträge stehen lies und statt dessen strafrechtlich gegen einzelne User vorgeht zeigt in meinen Augen nur, dass diese Beiträge logischweise so schlimm nicht sein können für Herrn Mohnert - weil er ja sonst dne schnellsten und einfachsten Weg zur Entfernung der Beiträge genommen hätte.


Dann bekam ich selber eine "Einladung" von der Polizei, bei der ich als Beschuldigter vernommen werden sollte, da mich Herr Mohnert wegen angeblicher Verleumdung bei der Polizei angezeigt hatte. Da ich dazu nichts aussagte (das mache ich dann, wenn der Fall tatsächlich verhandelt werden sollte), erfuhr ich auch nicht, um welchen konkreten Beitrag es sich handelte.

Und jetzt warte ich in aller Ruhe ab, was da kommt.

Da wir über Herrn Mohnert ja ausschliesslich in seiner Funktion als VDSF-Präsident und/oder VDSF-GmbH-Geschäftsführer berichteten bwz. diskutierten, muss es also auch damit zusammen hängen.

Und da würde ich mich über eine Verhandlung sehr freuen, da ich alle gemachten Behauptungen zu Fragen rund um Amt und Amtsführung in unseren Augen auch belegen kann.

Da man zu seiner Entlastung in einem Strafprozess ja jeden Zeugen benennen kann, können sich schon viele Geschäftsführer und Funktionäre aller Bundes- und Landesverbände auf die Einladung als Zeuge freuen.

Ebenso eine ganze Reihe von Vereinsfunktionären, die versucht hatten, innerhalb des Systems Verband etwas durchzusetzen und bei denen versucht wurde, das massiv zu verhindern, dass überhaupt entsprechende Anträge gestellt oder Diskussionen veranstaltet werden konnten.

Und wir werden natürlich einen Verhandlungstermin rechtzeitig bekannt geben, damit sich das jeder Interessierte dann auch anschauen kann.

Wir werden auch einen Antrag stellen, das Ganze dann filmen und veröffentlichen zu dürfen ;-))


Also ganz kurz zusammen gefasst:
1.:
Nach wie vor ist jeder User hier selber verantwortlich für seine Beiträge - auch rechtlich.

2.:
Wir löschen als Betreiber nicht einfach Beiträge von Usern, nur weil das irgendwelche Oberen so wollen, die dazu nicht mal konkrete juristische Gründe nennen können oder wollen.

3.:
Wir finden es unter aller Sxx, wenn Verbandsfunktionäre/Präsidenten augenscheinlich versuchen, Information und Diskussionen mittels Strafanzeigen gegen einzelne Angler/User - die eigene Klientel - zu unterdrücken...



Ich als Angezeigter werde mich da mit allen Mitteln wehren und alles dazu öffentlich machen. Auch und gerade, da ich in keinster Weise denke, irgend etwas juristisch nicht haltbares geschrieben zu haben - weder in einem redaktionellen Beitrag noch in einem Posting.


Ich hoffe, dass das auch die anderen Angezeigten tun, sofern es zu einer Verhandlung kommen sollte.


Und dass dieses Vorgehen, mittels Anwälten und juristischer Schritte Leute "auf Linie zu bringen", im VDSF nichts Neues ist, zeigt auch das Schreiben von Dr. Thomas Guenther, ehemaliger Landesverbandspräsident im VDSF und ehemaliger Vizepräsident des VDSF-Bund:

Brotfisch schrieb:
Lieber Thomas, liebe Leser des Anglerboards,
die Nachricht ist schockierend und empörend zugleich:
Der Verband Deutscher Sportfischer, dessen Mitglied ich seit vielen Jahren bin, strebt die strafrechtliche Verfolgung von Anglern an, weil sie ihre Meinung äußern.

Das schockiert mich, weil einer der ersten Kernsätze, die ich als junger Funktionär im VDSF lernte war: Angler verklagen keine Angler.

Spätestens nach der ersten Jahreshauptversammlung verstand ich den Sinn. Angler sind leidenschaftliche Menschen, die, wenn es um ihre Sache geht, nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Das tut manchmal weh, aber das muss man aushalten. Auf einem Dorschkutter ist der Ton auch manchmal rau, aber jeder weiß: Besser rau als „hinten rum“.

Empörend ist der Vorgang für mich aus zwei Gründen.
Erstens:
Angesichts der Einlassungen im Angelboard, um die es geht, sind die mit Hilfe eines teuren Anwalts erhobenen Vorwürfe gegen die Diskutanten im Angelboard vollkommen haltlos und mit dem Grundsatz „Angler verklagen keine Angler“ nun wirklich nicht zu vereinbaren.

Es geht um schlichte Meinungsäußerungen, wie sie in Anglerkreisen durchaus üblich sind. Daher möchte ich auch alle Betroffenen meiner uneingeschränkten Solidarität versichern.

Zweitens:
Der Vorgang ist für mich ein déjà vu. Denn ich selber wurde auf Betreiben von Präsident Mohnert während meiner aktiven Zeit strafrechtlich verfolgt. Damals habe ich die Sache durchgestanden und nicht ausgefochten, weil ich annahm, dass es sich um einen Einzelfall handeln würde, der sich nicht wiederholen würde. Angesichts der aktuellen Verfolgungsmaßnahmen des VDSF gegen das Angelboard weiß ich, dass meine damalige Haltung falsch war und das Vorgehen Methode hat.

Die Aktivitäten des Präsidenten Mohnert gegen mich begannen kurz nach meiner Wahl zum Vizepräsidenten des VDSF. Wenige Wochen nach der satzungsmäßig vorgeschriebene Veröffentlichung der Kompetenzverteilung innerhalb des damals neu gewählten Präsidiums wurden mir mit Alleinentscheidung des Präsidenten Mohnert Kompetenzen entzogen, ohne dass dieses jemals veröffentlicht wurde.

Gleichwohl habe ich die mir verbliebenen Zuständigkeiten über Jahre hinweg ausgeübt. Kritik daran wurde aus dem Kreis des Präsidiums oder von Präsident Mohnert die ganze Zeit über nicht geübt. Umgekehrt habe ich auch offiziell keine Kritik an den Beschlüssen der Gremien des VDSF oder an der Person des Präsidenten Mohnert geübt.
Als ich nach Jahren einmal krankheitsbedingt nicht an einer Jugendveranstaltung teilnahm, nicht ohne sicherzustellen, dass ein Vizepräsidentenkollege die Vertretung des VDSF an diesem Tag sicherstellen würde, nahm Präsident Mohnert das zum Anlass, mir in einem Schreiben mitzuteilen, dass er mir sämtliche Kompetenzen „im Hinblick auf meine berufliche Belastung“ entzöge.
In der Erkenntnis, dass eine vertrauensvolle und zielführende Zusammenarbeit zwischen dem Präsidenten Mohnert und mir nicht möglich war, entschied ich mich, derart auf das Abstellgleis gestellt, zurückzutreten.
Um die Arbeit des Verbandes nicht durch Personaldiskussionen zu belasten, vereinbarte ich mit Präsident Mohnert Stillschweigen über die Hintergründe meines Rücktrittes. Daran habe ich mich, zum Leidwesen des Verbandsausschusses, bis zum heutigen Tage gehalten.

Dieses Stillschweigen hinderte Präsident Mohnert jedoch nicht, seine Aktivitäten gegen mich weiter fortzusetzen. Diese führten im darauf folgenden Jahr auch zu meiner skandalösen und satzungswidrigen Abwahl als Präsident des LV Berlin-Brandenburg. Meinen seinerzeitigen Nachfolger hatte er frühzeitig „antichambriert“, ohne sich um das satzungsmäßige Gebot der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Landesverbände zu kümmern und in Berlin, aber auch auf Bundesebene übelste Gerüchte über mich in Umlauf zu bringen.

In der Folgezeit habe ich mich komplett aus der Verbandsarbeit zurückgezogen, aber zweimal per eMail-Rundschreiben zu speziellen Themen meine Auffassung schriftlich und begründet gegenüber dem Bundes- und den Landesverbänden geäußert. Das führte dazu, dass mir im Auftrage von Präsident Mohnert die Verbandsjustiziarin, Frau Rechtsanwältin Kiera, schriftlich das Recht absprach, mit den Landesverbänden zu kommunizieren und mir für den Fall des Zuwiderhandelns strafrechtliche Verfolgung androhte, von der man lediglich auf Grund der jahrelangen Zusammenarbeit absehe.

Gleichwohl erhielt ich kurz darauf eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft Offenbach, dass gegen mich auf Antrag von Präsident Mohnert wegen Verleumdungsstraftaten ermittelt würde. Nur wenig später beschwerte sich Präsident Mohnert oder eine Person in seinem Auftrag bei meinem Arbeitgeber an höchster Stelle, weil ich eine Mail von meinem dienstlichen Account an den VDSF geschickt hatte.

Mit Mühe kam ich damals um eine Abmahnung herum. Ich war, wohlgemerkt, zu diesem Zeitpunkt bereits aus sämtlichen Ämtern und Funktionen innerhalb des VDSF ausgeschieden.

Schließlich wurde das strafrechtliche Ermittlungsverfahren des Präsidenten Mohnert gegen mich wegen meiner verbandspolitischen Äußerungen eingestellt. Da ich im öffentlichen Dienst beschäftigt bin, war ich darüber sehr erleichtert. Solange ich meine Ämter im VDSF bekleidet habe, habe ich mich niemals offiziell kritisch zu Präsident Mohnert und zu seiner „Politik“ geäußert.

Ich habe bis heute keine Erklärung dafür, warum ich als Ehrenamtlicher über die Zeit meines Engagements hinaus derart drakonisch von meinem eigenen Verband verfolgt worden bin. Jetzt, da ich weiß, dass diese Verfolgung von Andersdenken nicht auf meine Person beschränkt war, sondern die eigentliche Methode der „Auseinandersetzung“ des Präsidenten Mohnert und damit auch die des von ihm noch immer geführten Verbandes Deutscher Sportfischer ist, werde ich dazu nicht länger schweigen.

Bei all diesen Verfolgungsmaßnahmen gegen Personen, die ihre Meinung äußern, geht es nicht nur um die Frage, wer dafür die rechtlichen Kosten trägt. Wobei es schon einzufordern ist, zu veröffentlichen, ob der VDSF den Anwalt des Präsidenten Mohnert bezahlt, wenn dieser versucht, mit Hilfe strafrechtlicher Ermittlungen Angler mundtot zu machen, oder ob dieses Herrn Mohnerts Privatvergnügen ist.

Denn ein Mitglied in einem ehrenamtlichen Verband muss wissen, ob sein Verband bereit ist, Mitgliedergelder dafür einsetzt, ihn mit Hilfe der Strafjustiz und mit anderen Methoden dazu zu bringen, seine Meinung nicht mehr zu äußern. Es kann und darf nicht sein, dass Angler, gleichgültig ob sie „ehrenamtlich“ tätig sind oder „nur“ engagiert, einen Anwalt befragen müssen, bevor sie ihre Auffassung äußern.

Darüber hinaus – und das ist der eigentliche Kern des Problems – geht es darum, zu erkennen, wodurch das Ansehen eines Verbandes wirklich geschädigt wird: durch die Äußerung von Kritik oder durch den inquisitorischen Umgang damit.

Wie soll eine zuständige Ministerin wie Ilse Aigner (CSU) oder ihre Vorgänger Renate Künast und Jürgen Trittin (beide GRÜNE), wie soll der neue Präsident des Deutschen Jagdschutzverband Hartwig Fischer (CDU), wie sollen der Präsident des Deutschen Fischereiverbandes Holger Ortel (SPD) oder die VDSF-Vertragspartner Daihatsu, Peugeot, Suzuki, Tohatsu und Honda – falls sie dieses er-googlen – damit umgehen, dass der führende Repräsentant der deutschen Angler versucht, seine Mitglieder mit Hilfe der Strafjustiz mundtot zu machen?

Werden Sie noch in der Lage sein, einem derart belasteten VDSF-Präsidenten, wie Herr Mohnert es aufgrund dieser Vorfälle ist, das Vertrauen zu schenken, um seinen Argumentationen zu folgen?

Jede halbwegs professionelle Organisation wird sich nach Kräften darum bemühen, möglichst viele Informationen über ihre Gesprächspartner zu erhalten. Ihnen wird dieses unglaubliche Gebahren eines Präsidenten, der nicht die Meinung seiner Mitglieder vertritt, sondern diese wegen ihrer Auffassung systematisch verfolgt, nicht verborgen bleiben.

Das, nicht die Meinungsvielfalt unter Anglern, ist der eigentliche Imageschaden des VDSF, der nicht ohne Folgen bleiben wird. Wirkungsvolle Lobbyarbeit wird so nicht mehr möglich sein.

Die Verantwortung dafür trägt nicht mehr Präsident Mohnert allein. Die Verantwortung tragen jetzt alle Funktionäre auf Bundes- und Landesebene innerhalb des VDSF, aber auch im Blick auf die angestrebte Fusion diejenigen im Deutschen Anglerverband (DAV), die bereit sind, einen Zusammenschluss unter einem Präsidenten Peter Mohnert zu verwirklichen.

Die kursbestimmenden Kräfte innerhalb der organisierten Angelfischerei müssen sich die Frage stellen, ob sie weiterhin den Ein-Meinungs-Kurs eines Präsidenten Mohnert weiter unterstützen oder ob ihnen am Herzen liegt, die deutsche Angelfischerei in die Gegenwart zu holen und in die Zukunft zu führen.

Nachdem nun klar ist, dass Herr Mohnert nur für sich steht, dürfte die Entscheidung nicht mehr schwer fallen. Sie muss, auch im Hinblick auf die Fusion, sehr rasch erfolgen. Wenn die Zukunft der Sportfischerei in Deutschland darin besteht, dass Angler Angler verklagen, dann gibt es keine Zukunft der ehrenamtlich organisierten Sportfischerei.

Dir, lieber Thomas und den anderen Diskutanten, die jetzt wegen ihrer Meinungsäußerungen auf Betreiben des Präsidenten Mohnert verfolgt werden, wünsche ich einen für Euch glücklichen Ausgang der Strafverfahren.

Ich wünsche Euch Mut und Engagement, dass Ihr weiterhin Eure Meinung äußert, denn nur so kann sich die Angelfischerei in Deutschland entfalten und den für sie richtigen Weg finden. Meiner vollen und andauernden Unterstützung könnt Ihr gewiss sein, was immer auch Eure Meinung sein wird.
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

PS:
Interessant wäre in dem Zusammenhang eigentlich auch zu wissen, ob hier Peter Mohnert selber seine Anwälte bezahlt oder ob das über den VDSF oder die VDSF-GmbH abgewickelt wird - aber das können wir leider nicht herausfinden.

Und ob ein Funktionär des VDSF diesbezüglich - oder auch wegen der Bilanzen der VDSF GmbH - mal auf einer Hauptversammlung konkret nachfragt, wage ich dann doch zu bezweifeln...
 

FoolishFarmer

... mag Fisch!
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Ohne inhaltlich auf das Thema eingehen zu wollen (wie schwach!!!) - ich kenne eine ähnliche Situation aus einem anderen Forum (nix mit Angeln).
Da blieb als Fazit nur festzuhalten:

"Leg Dich nicht mit einem öff. Forum an! Da kann man nur verlieren!" |evil:
 

FoolishFarmer

... mag Fisch!
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Von uns seitens der Redaktion?
Nein, natürlich von der "Gegenseite".
Presse- und Meinungsfreiheit einschränken zu wollen ist extrem schwach!
Und wegen jeder Kleinigkeit immer erstmal mit nem Anwalt zu drohen empfinde ich als unglaublich kleingeistig.
 

Angler9999

nicht nur Angler
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Um so öffentlicher um so besser wird die Allgemeinheit informiert und das ist auch gut so.


PS: Seid Ihr verpflichtet worden, die persönlichen Daten des Mitgliedes herauszugeben?
 

FoolishFarmer

... mag Fisch!
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Dann könnte man sowas zum Schutz seiner Mitglieder ja auch ablehnen, oder?!?
Weil für ne richterliche Anordnung zur Herausgabe könnte das Eis bisl dünne sein, nicht?
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

@FoolishFarmer:
Ich sehe gerade Deine Signatur.
Ich dachte immer PETA steht für "Peter enttäuscht tausende Angler" #c :):):)
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Ja, hast ja recht..:m


Aber, nur um nochmal konkret nachzufragen:
Denn alle monierten Beiträge standen in Zusammenhang mit der VDSF-GmbH
Es gibt ja hier bei uns massenweise Postings und redaktionelle Artikel, wo es um die Person Mohnert geht und wo er durchweg ziemlich schlecht bei wegkommt. Hatten sich seine Anwälte darauf nicht bezogen, sondern "nur" auf die Stellen, wo es um die VDSF-GmbH geht???? |kopfkrat
 

Döbeldepp

Member
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Ich würd mal sagen "gebissene Hunde bellen". Was stellt sich die Führung des Vereins vor, das alle Aktionen die gemacht werden nicht diskutiert werden in der Angelgemeinschaft. Hier in den Foren geht es noch gesittet zu. Will nicht wissen was für Ausdrücke an den Gewässern oder Angelstammtischen gemacht werden.

Ich finde es schon peinlich von Herrn M. eine solche Aktion zu starten, zumal er wissen muß das hier darüber gesprochen und nicht hinter Türen verhandelt wird.

Macht weiter und Kopf hoch.

petri
 

Tomasz

liest mit
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Ich persönlich kann nicht einschätzen, ob die Einwände von Herrn Mohnert nun berechtigt sind oder nicht. Schon garnicht, wenn es nicht an Hand von konkreten Zitaten geschieht, die eine Beanstandung rechtfertigen würden.
Ich persönlich finde den Stil der AB-Redaktion auch nicht immer zielführend und treffsicher. Aber das Schreiben der Anwälte von Herrn Mohnert gibt mir zumindest das gute Gefühl, dass die Verbandsspitzen hier sehr aufmerksam mitlesen. Vielleicht bleibt dann bei denen auch ein wenig davon hängen, was die Basis so beschäftigt und von ihr diskutiert wird.

Gruß

Tomasz
 

Thomas9904

Well-Known Member
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Aber das Schreiben der Anwälte von Herrn Mohnert gibt mir zumindest das gute Gefühl, dass die Verbandsspitzen hier sehr aufmerksam mitlesen. Vielleicht bleibt dann bei denen auch ein wenig davon hängen, was die Basis so beschäftigt und von ihr diskutiert wird.
Stimmt, so hab ich das auch noch nicht gesehen - wir zeigen Wirkung ;-)))

Aber es zeigt auch, dass wir mit unseren Vermutungen bezüglich Demokratieverständnis, Information, Diskussion etc. so falsch wohl nicht liegen werden..
 

Honeyball

endlich EX-Mod
AW: VDSF Präsident Peter Mohnert zeigt Angler an

Ich persönlich finde den Stil der AB-Redaktion auch nicht immer zielführend und treffsicher.
Unser Stil wäre sicherlich ein anderer, wenn wir mit diesen Personen diskutieren könnten, statt ständig nur über sie zu berichten.
Aber dann müssten diese auch bereit sein, sich der öffentlichen Meinung zu stellen und ihr Verhalten und ihre Entscheidungen, die sie im Namen einer breiten Masse von Anglern getroffen haben, öffentlich zu rechtfertigen.
Dies jedoch kann nur jemand überzeugend tun, der von sich, seinem Tun und seiner Rechtschaffenheit selbst überzeugt ist und daher auch andere (vor allem die, die er vertritt) überzeugen kann. :m
 
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