Raubfisch Stammtisch

PirschHirsch

Well-Known Member
Ummantelung kann einen gewissen zusätzlichen Spinnstangen-Effekt bringen, wenn Du fette Köder werfen willst. Auch fürs Holzangeln zu empfehlen, da sich ummantelter Stahl mangels "Schärfe" nicht ins Totholz reinsägen kann. Schont daher auch Seerosenfelder, die man nicht abmähen will.

Sehr gut und sehr verlässlich ist z. B. das nicht ummantelte 1x7 von American Fishing Wire (AFW).

Gibt es in der Leistungsklasse in 18 und 27 kg. Erhältlich z. B. beim Shop von Uli Beyer auf 20-m-Spulen.
 
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bobbl

Well-Known Member
Weil ich diesem Flussabschnitt sehr sehr nachtrauere. Das Stück um Etterzhausen gehörte jahrelang zu meinem Verein Und war meiner Meinung nach unser bestes, aber auch schwierigstes Gewässer. Die absolute Nullnummer gabs sehr häufig, aber eben auch ganz tolle Überraschungen. Fehlt mir sehr.
 
Moin zusammen,

ich habe vergangenen Freitag mal wieder souverän geschneidert (Anfänger und Spinnfischer).

In der Morgendämmerung hatte ich viele Bisse, die ich als Fehlbisse interpretiert habe und überheblich wurde á la "das ist nur Kleinkram, ich gehe mal weiter und suche nach größeren Fischen".
Diese Überheblichkeit wurde dann nach der Dämmerung mit 8 bisslosen Stunden bestraft.
Nachträglich betrachtet ist es auch gut möglich, dass ich einfach die Anhiebe nicht vernünftig gesetzt habe und deswegen keinen Fisch am Haken hatte.

Naja....auch wenn das Ergebnis 9 fischlose Stunden an einem kleinen See waren, habe ich eine Menge gelernt und mitgenommen (und auch einiges richtig gemacht im Vergleich zu den letzten Malen).
Ich denke es dauert nicht mehr lange, bis der Knoten endlich platzt und ich quasi im Fischregen untergehe. ab3

Gruß in die Runde
 

Snâsh

Active Member
Danke Euch!
Also Deeprunner hatte ich ja ausgeschlossen. Dennoch werde ich zwischen 20-60 Gramm rum liegen. Die Rute wird hart sein, bei 80-100 WG sein, in 2,70m. Das vorab. Schnur geflochten, 12kg Tragkraft, Vorfach halt Stahl.
Also halte ich fest: bei heutigem Technikstand ist eine Stationäre vorzuziehen. 4000er, vielleicht sogar ne 5er zwecks Wallerangst. Hier mehr wie möglich.
Rolle Alu, kein Wormshaft. 3 Anbieter, dann kommt lange nichts.
Shimano, Ryobi, Daiwa. Verschleiß gibt es eben, vor allem (wie bei mir) bei Kraut, Geäst und mehr.
thumbsup
Mir persönlich wäre eine 2,7m lange Rute für den Einsatz im Nahbereich und Jerks viel zu lang und unhandlich. Ich fische Baitcaster/Multi sehr gerne mit Jerks, da ich die Abstimmung der Ruten mit dem kurzen Griff und die Aktion des Blanks dafür einfach perfekt finde.
 

Nordlichtangler

Well-Known Member
So in etwa?
Ist schon klasse.
Passt nicht ganz zu der Beobachtung, ich denke ein durch Beangelung geschläuter Hecht läuft mit Köderaufnahme schnell in die Schnurrichtung, mal 2m oder noch mehr hinterher, und gewinnt Zeit zum Austesten, mit der losen Schnur merkt man als Angler nicht richtig was und kann auch nicht anschlagen.
Wenn der Hecht deftig abdreht, hat er ja schon verloren.
 

rustaweli

Well-Known Member
Mir persönlich wäre eine 2,7m lange Rute für den Einsatz im Nahbereich und Jerks viel zu lang und unhandlich. Ich fische Baitcaster/Multi sehr gerne mit Jerks, da ich die Abstimmung der Ruten mit dem kurzen Griff und die Aktion des Blanks dafür einfach perfekt finde.

Wie gesagt, bin kein Profi. Aber beim Hecht gehe ich dann doch lieber auf 2,70. So fühle ich mich einfach breiter aufgestellt. Hechtköder sind ne andere Hausnummer wie Barscheln oder Zander suchen. Die Köder sind nicht gerade unerheblich schwerer. Der größte Teil meiner Ufer verflacht sich stark innerhalb 2-4 Meter Entfernung, mal auch auf 5-6. Dann kommen auch schon sofort Steine, Geäst oder die fiesen, gittrigen Eisenmatten zwecks Kanalisierung. Da mußte schon beim Barscheln/Döbeln ungemein aufpassen, und das mit UL/L Montagen. Oft ragen Gestrüppe ins Wasser rein. Auch nicht so einfach mit meinen kurzen Ruten diese Zonen zu bewerfen, quasi ums Eck, und zu befischen. Wenn ich mir das alles jetzt mit ner 2 Meter Rute und 60 Gramm Köder vorstelle. Nee danke. Auch kann ich zur Not mal mit einem anderen Hardbaits etwas tiefer gehen. Oder sogar einen großen Shad einhängen und trotzdem noch irgendwie durch die längere Rute hängerfrei wieder an Land kommen.
So die Theorie.
Eh zu spät, Rute und Rolle sind geordert. :oops: :laugh2
Aber danke Dir für Deine Eindrücke!
 

PirschHirsch

Well-Known Member
Dann kommen auch schon sofort Steine, Geäst oder die fiesen, gittrigen Eisenmatten zwecks Kanalisierung.

Speziell für derlei Hardcore-Stellen kann eine Hardbait-Umrüstung auf Krautschutz-Drillinge ganz gut helfen.

Auch damit lassen sich Hänger nicht zu 100 % vermeiden (wenn sich z. B. der ganze Köder verkeilt, ist evtl. wenig bis nix zu machen), aber die Abrissquote sinkt ganz erheblich.

Nachteil: Das Fehlbiss-Risiko steigt natürlich durch die Drahtbügel.

Aber das ist halt der Preis für die Möglichkeit, an Stellen anzugreifen, die mit normalen Haken praktisch sofort zum Geldgrab werden. Und die von anderen Anglern mit Normalködern wg. dem hohen Abriss-Risiko gemieden werden.

Jedoch: Der Anschlag muss da maximal hart kommen, weiche und/oder lasche Ruten sind da völlig fehl am Platz. Zudem muss der Fisch sofort weg vom Hindernis, da ist nix mit Ausdrillen (sonst setzt der sich bei nächster Gelegenheit fest).

Daher zum gezielten Hindernisangeln auf jeden Fall mindestens (!!!!!!!!) ne XH-Rute verwenden, wenn es auf Hecht gehen soll.

Schnur wg. Abriebs-Gefahr im Hindernis dann auf keinen Fall unter 25 lbs, besser gleich 30 bis 40 lbs (plus entsprechend starke und ausreichend lange Stahlvorfächer mit verlässlichen Kleinteilen; Stahl idealerweise ummantelt).

Keine Leichtbau-Plastik-Rollen, das muss kranen.

Ist halt sehr wüstes Brutal-Hauruck-Angeln, Feinheits-Flashs sind da komplett fehl am Platze bzw. wären nicht waidgerecht. Wenn schon High Risk, dann ausschließlich (!!!) mit optimiertem Hochlast-Setup und genügend Power-Headroom.

Auch, um hängengebliebene Köder bei Bedarf noch mit Stockwickel-Rückwärtslatsch-Gewalt rausreißen zu können und/oder die Haken aufzubiegen (je nach Drahtstärke evtl. möglich).

Ich persönlich verwende dafür Ruten mit ca. 120 bzw. 190 g Max-WG (je nach Ködergröße).
 
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Professor Tinca

1. Ükelchampion
Teammitglied
Nabend Leute. Ich war vorhin wieder auf der Suche nach Bärschen an meinem Flüsschen.

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Es bissen viele kleine..

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Der übliche Nanohecht durfte auch nicht fehlen....

IMG_20201026_161738.jpg



Letztlich lud ich vier Bärsche zum Essen ein.

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rustaweli

Well-Known Member
Daher zum gezielten Hindernisangeln auf jeden Fall mindestens (!!!!!!!!) ne XH-Rute verwenden, wenn es auf Hecht gehen soll.

Schnur wg. Abriebs-Gefahr im Hindernis dann auf keinen Fall unter 25 lbs, besser gleich 30 bis 40 lbs (plus entsprechend starke und ausreichend lange Stahlvorfächer mit verlässlichen Kleinteilen; Stahl idealerweise ummantelt).

Keine Leichtbau-Plastik-Rollen, das muss kranen.

Ist halt sehr wüstes Brutal-Hauruck-Angeln, Feinheits-Flashs sind da komplett fehl am Platze bzw. wären nicht waidgerecht. Wenn schon High Risk, dann ausschließlich (!!!) mit optimiertem Hochlast-Setup und genügend Power-Headroom.

Auch, um hängengebliebene Köder bei Bedarf noch mit Stockwickel-Rückwärtslatsch-Gewalt rausreißen zu können und/oder die Haken aufzubiegen (je nach Drahtstärke evtl. möglich).

Ich persönlich verwende dafür Ruten mit ca. 120 bzw. 190 g Max-WG (je nach Ködergröße).

Danke!
Ja, die Haken mit Schutz habe ich woanders auch schon bemerkt und im Hinterkopf gespeichert.
Da fährst Du jetzt aber gleich Geschütze auf! :laugh2
Wahrscheinlich aber zurecht. Aber ich taste mich erst einmal langsam heran, learning by doing, mitsamt Fehleinkäufen und allen Fehlern vom Tackle über den Drill bis zum blutigen Handling.
Bin jetzt vorerst mittelmäßig eingestiegen und bin bei 50-90 Gramm WG auf 2,70 bei einer Spitzenaktion. Rolle komplett Alu, sogar Spule( ;) @Nordlichtangler ).
Muß mich an das perfekte Tackle für meine Gewässer herantasten plus Köder. Aber das wird arg dauern. Bin ja noch in der glücklichen Position, noch eine andere Leidenschaft zu pflegen, wofür mir von meiner lieben Frau auch schon ein freifahrender "Ükel-Macken-Schein" ausgestellt wurde.
Mit dem Hechten aber lasse ich mir viel Zeit und besäume das Pferd von hinten, oder vorn, je nach Blickwinkel. Da habe ich irgendwie das Gefühl von etwas langfristig Besonderem. Rute u Rolle sind im besagten Feld als Start getroffen. Viel mehr wird es mir in den nächsten Jahren um das ganze drumherum gehen, und daran wird diesmal erst das Tackle wachsen.
Klima, Wetter, Jahreszeiten, Gewässerökologie und die damit verbundenen Auswirkungen auf den bemerkenswerten Esox. Alles wird festgehalten in Notizen und Schneider/Fangbüchern.
Vielleicht stehe ich dann ja wirklich irgendwann beim Bigbaitfischen an 190 max WG Ruten, wer weiß.
Danke Dir (auch zwecks Schnur u Vorfach!) und Euch allen auf jeden Fall für Eure Tipps, Meinungen und geteilten Erfahrungen.
 
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