Anglerdemo- Aktuelles

Dieses Thema im Forum "Angeln in Politik und Verbänden" wurde erstellt von Anglerdemo, 19. August 2017.

  1. torstenhtr

    torstenhtr Active Member

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  2. Brillendorsch

    Brillendorsch Teilzeitangler

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    2 Dorsche pro Tag, wer bucht da noch ne Kutterfahrt?
     
  3. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    Bei Angler legte der Rat +40% gegenüber der Empfehlung rauf, bei der Fischerei gut 30% (Zahlen aus dem Kopf)
     
  4. Georg Baumann

    Georg Baumann Administrator Mitarbeiter

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    ok, danke. Ist letztlich ja auch nur Kaffeessatzleserei.
     
  5. Georg Baumann

    Georg Baumann Administrator Mitarbeiter

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  6. Laichzeit

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    Ich vermute man kann mindestens mit einer Rückkehr zu 5 Dorschen rechnen, da die Empfehlungen in den letzten Jahren konsequenter durchgesetzt wurden, als zuvor.
     
  7. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    Unsere Veröffentlichung zu den Sprengungen im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt schlägt große Wellen, nicht nur im Fehmarnbelt durch die Sprengungen, sondern auch in den Medien.

    Viele „Experten“ scheinen hier über mehr Informationen zu verfügen, als manche zuständige Behörde, wie wir ja auch hier bei Facebook feststellen müssen.

    Das wir jedoch auch von „Anglern“ wegen dieser Veröffentlichung angegriffen werden, überrascht uns dann doch gewaltig, ob bei Facebook, per Messenger oder auch per Mail.

    Aus diesem Grund möchten wir heute noch einmal dazu Stellung beziehen.

    Die Initiative Anglerdemo hat sich von Beginn an klar und deutlich positioniert. Unser Anliegen war und ist es für die Rechte von Anglern einzustehen und gegen ideologische und willkürliche Verbote und Beschränkungen zu kämpfen.

    Wir haben jedoch auch immer betont, dass wir nachvollziehbaren und effektiven Naturschutz nach Kräften unterstützen. Wir werden uns auch vernünftigen Konzepten zum Naturschutz nicht verschließen!

    Angler sind in vielen Fällen die Wächter der Natur und sind in der Natur an Orten und Zeiten unterwegs, wo ansonsten kein Mensch Beobachtungen anstellt.

    Wir haben uns somit in der Verantwortung gefühlt, auf diese Sprengungen im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt öffentlich hinzuweisen und nicht einfach wegzusehen.

    Viele „Experten“ rechtfertigen die Sprengungen mit der Beseitigung von militärischen Altlasten. Laut Aussage des Inspekteurs der Marine hat die Bundeswehr hier gezielt englische Seeminen gesprengt.

    Als verantwortungsbewusster Schiffsführer erkundigt man sich von Antritt einer Fahrt über die Route und nutzt hierfür u.a. die „Bekanntmachungen für Seefahrer“, zum Beispiel über das Informationssystem „ELWIS“.

    Dort gab es für den besagten Tag sogar eine Meldung über Sprengungen im Bereich der Kieler Bucht Zitat „In der Zeit vom 26. bis 29. August 2019 findet eine Klassifizierung, Identifizierung und Räumung von Kampfmitteln im Bereich zwischen den Tonnen „KO 2“ und „KO 3“ durch einen NATO Verband statt. Führungsschiff und Ansprechpartner für die Schifffahrt ist das dänische Marinefahrzeug THETIS“. Doch die von uns beobachteten Sprengungen lagen außerhalb des hier genannten Gebietes!

    So bleiben für uns also Fragen offen.

    1. Warum wurden die Sprengungen im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt nicht im Vorfeld veröffentlicht? Schließlich sei laut Marine das Land SH Auftraggeber und hat die Meldung zu den Sprengungen „KO2/ KO3“ ja auch veröffentlicht.

    2. Wurden alle Maßnahmen (z.B. Blasenvorhang) zur Reduzierung der Auswirkungen für die Natur eingehalten?

    3. Gibt es für die Sprengungen im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt ein Gutachten, dass die Verhältnismäßigkeit der Sprengungen gegenüber einer kostenintensiven Bergung rechtfertigt?

    4. Hat das Land den Auftrag zur Sprengung von Minen im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt erteilt?



    Innenminister Grote hat im Juni noch veröffentlicht, dass er die Beseitigung von Munitionsresten in der Ostsee voranbringen möchte. Gleichzeitig hat er auf die „ungewissen Kosten“ hingewiesen. Die Bundesregierung hat hingegen zum gleichen Zeitpunkt mitgeteilt, dass sie keine großflächige Gefährdung durch Munition in der Ostsee sieht. Laut Regierung in Berlin sei das Problem lokal begrenzt und man plane vorerst keine großangelegte Beseitigung (aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP im Bundestag). Bei Bergungen und Sprengungen vor Ort bestünde zudem die Gefahr, dass enthaltene Kampfmittel freigesetzt werden.

    Wir meinen, dieser Vorfall ist ein weiterer Grund Angler nicht aus den Naturschutzgebieten auszusperren, damit solche Vorfälle lückenlos aufgeklärt werden! Wer hätte dann ansonsten diese Fragen gestellt?

    Das gleiche gilt für den Bau der festen Fehmarnbeltquerung. Wer – wenn nicht die Fischer und Angler – wird denn Veränderungen an der Natur in diesem Gebiet als erstes wahrnehmen? Will man uns deshalb im Vorfeld beseitigen?

    Wo sind eigentlich unsere ganzen Verbände mit dem satzungsmäßigen Status „Naturschutz“ und melden sich zu Wort? Wir haben Naturschutz zwar nicht in der Satzung, sondern handeln einfach in unserer Pflicht als Naturnutzer.

    Euch allen einen schönen Sonntag und viele Grüße von der Küste!
     
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  8. punkarpfen

    punkarpfen Well-Known Member

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    minden
    Hi,
    ich kann nicht verstehen, warum Angler ein Problem mit der Veröffentlichung haben. Generell finde ich die Räumung von Altmunition mehr als überfällig und kann auch verstehen, dass die Sicherheit höchste Priorität haben sollte. Auch wenn Angelverbot und Räumung von Altmunition erstmal keine direkte Verbindung haben, dürfte jedem Laien klar sein, dass die Schäden an den "Riffen" im Naturschutzgebiet durch eine Explosion etwas größer sein dürften, als durch einen 75g Pilker. Fraglich ist auch, wie lange es dauert, bis sich die Fauna dort wieder regeneriert hat.
    Ich bin optimistisch, dass das Baglimit nicht auf 2 herabgesetzt wird. Das wäre fatal! Ich würde dann zwar immernoch auf den Kutter gehen, aber insg. dürfte das der wirtschaftliche Tod der Ostseekutter sein.
     
  9. oh-nass-iss

    oh-nass-iss Member

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    Hallo Frank,
    lange habe ich überlegt, ob ich was dazu schreiben sollte oder lieber nicht. Aber das muss jetzt einfach Mal raus.
    Ein kluger Mensch hat einmal einen Spruch geprägt, den ich hier gern zitieren möchte:

    „Wenn man zu einem Thema/Gespräch nichts beizutragen hat, bitte auch einfach mal den Mund halten!“

    Wenn ich sehe, dass du gleich wieder mit „Kanonen“ schießt nur, weil im Vorposting ein gewisser Name auftaucht, na ja dann ist eigentlich schon alles gesagt...

    Bitte versuche doch einfach mal nicht alles in deiner die eigenen charmanten Art zu kommentieren, denn in meinen Augen hast du mit deinen „qualifizierten“ Äußerungen schon genug Schaden hier im Forum angerichtet.

    In diesem Sinne alles Gute und beste Grüße
    Ralf

    @Anglerdemo: Ihr habt meinen allerhöchsten Respekt und man kann gar nicht genug eure Arbeit an der „Front“ würdigen.

    @Admins: Entschuldigung für' OT
     
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  10. Testudo

    Testudo Schützer und Nutzer

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    Vielleicht hättest du wirklich besser nichts geschrieben, aber jetzt hast du mich doch neugierig gemacht, welche Schäden ich hier angerichtet habe.
     
  11. Toni_1962

    Toni_1962 freidenkend

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    Ich finde, dass die Aussage zum Baglimit von @Testudo eine klare Meinungsäußerung zu dem Thema ist, die man teilen kann oder eben auch nicht.
    Das Posting von @oh-nass-iss ist OFF-TOPIC, wie er selbst ja bekundet und ihm soll nicht widersprochen werden.
     
  12. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    Liebe Angelfreunde, liebe Unterstützer, natürlich hat der Vorschlag der EU- Kommission zu den Fangmengen im kommenden Jahr auch uns überrascht.

    Hierbei sollten wir aktuell aber zwei ganz wichtige Punkte nicht vergessen- wir haben noch 4 Monate mit einem Baglimit von 7 Dorschen und die Kutter bringen Euch täglich zum Fisch. Der zweite wichtige Punkt ist, dass es sich bisher um einen Vorschlag handelt und der Rat erst am 14.10/ 15.10 die wirklichen Fangmengen festlegt.

    Uns bleiben also noch gut 6 Wochen, um gemeinsam zu kämpfen. Wir führen aktuell viele Gespräche, planen neue Aktivitäten und haben bereits einen Plan.

    Wir haben die Ärmel hochgekrempelt und kämpfen weiter!

    Uns ist das für den Abgesang auf den Angeltourismus noch zu früh!

    Wir haben gemeinsam schon so viel bewegt, haben zusammen die geilste und die jemals größte Bootsdemo auf den Weg gebracht und damit ein Zeichen in ganz Deutschland und darüber hinaus gesetzt. Die Gallier aus Ostholstein haben sich mit Kiel, Berlin und Brüssel angelegt und nicht alle Entscheidungen abgenickt und hingenommen.

    Wir haben das Angelverbot im NSG Fehmarnbelt nicht einfach so akzeptiert, wir wehren uns gegen die Nullnutzungszone vor Grömitz am Walkyriengrund und werden auch ausreichend Argumente gegen eine Verschärfung des Baglimit im kommenden Jahr vorbringen.

    Seit 2016 haben wir viele nette und tolle Menschen kennengelernt, die uns von Beginn an unterstützt haben.

    Wir haben einen Schulterschluss mit den Anglern und den Kapitänen in Mecklenburg- Vorpommern vollzogen und kämpfen gemeinsam gegen alle Widerstände.

    Und das soll es jetzt gewesen sein? Nein!

    Solange die Sonne noch aufgeht, wollen wir Angel- und Fischkutter in unseren Häfen sehen. Ja, wir werden weiterkämpfen- und hoffen auch weiterhin auf Eure Unterstützung. Damit wir auch in 10 oder 20 Jahren auf das Meer hinausfahren dürfen, an den Stränden von Mecklenburg- Vorpommern Hornhechte fangen können oder an einem einsamen Strand in Ostholstein eine Meerforelle an unseren Blinker bekommen.

    Wir sehen uns an der Küste, wir zählen auf Euch!

    JA_ZUM_ANGELN_PM_2_mit_N_klein.jpg
     
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  13. Hering 58

    Hering 58 Hamburger Jung

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    Danke für Eure tolle Arbeit! thumbsup
     
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  14. Brillendorsch

    Brillendorsch Teilzeitangler

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    ich bin überzeugt, wenn ihr nicht währet, währe schon längst kalte Küche an der Küste.
    Bleibt am Ballthumbsup
     
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  15. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    #DIE SIEBEN MUSS STEHEN!#

    #SIEBEN FEUER WIRST DU SEHEN!#

    Sieben_Feuer.JPG
     
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  16. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    # DIE SIEBEN MUSS STEHEN! #

    Ja, es hat heute Abend an unseren Küsten geleuchtet!

    SIEBEN Mahnfeuer der angeltouristischen Betriebe von Rügen über Rostock, Warnemünde und Wismar, über Neustadt und Heiligenhafen bis nach Fehmarn waren am heutigen Abend zu sehen!

    SIEBEN Mahnfeuer für den Erhalt des Baglimits von 7 Dorschen im kommenden Jahr!

    SIEBEN Mahnfeuer für eine Zukunft des Angeltourismus an der deutschen und an der dänischen Ostseeküste!

    SIEBEN Mahnfeuer für uns Meeresangler!

    SIEBEN Mahnfeuer für Fairness und Gerechtigkeit!

    SIEBEN Mahnfeuer für den Erhalt einer Tradition!

    SIEBEN Mahnfeuer für die Hoffnung!

    Und natürlich SIEBEN mal DANKE an Euch für die Unterstützung und die Organisation!

    Gemeinsam für die Meeresanglern in Schleswig-Holstein, in Mecklenburg- Vorpommern und bei unseren nördlichen Freunden in Dänemark!

    191002 #DIE SIEBEN MUSS STEHEN!#_SIEBEN_FEUER.jpg
     
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  17. Meefo 46

    Meefo 46 Active Member

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    Moin Danke an Anglerdemo ,---Lars und Unterstützer für euren unermüdlichen Einsatz auch jetzt wieder bei den Mahnfeuern.
    So sieht es aus wenn man sich Einsetzt.Danke Danke Danke Danke Danke Danke Danke .
     
  18. Brillendorsch

    Brillendorsch Teilzeitangler

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    ich kann mich da nur Meefo 46 anschließen und euch ermuntern, weiterzumachen
     
  19. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    Jetzt haben wir uns die letzten Wochen intensiv mit dem Baglimit auseinandergesetzt.

    Ab jetzt steht wieder der Kampf gegen das Angelverbot im Fehmarnbelt im Vordergrund, denn natürlich haben wir auch in den letzten Wochen im Hintergrund intensiv an unserer Klage weitergearbeitet. Das Gericht hat uns zu der ein oder anderen Stellungnahmen aufgefordert und die Gegenseite hat sich zwischenzeitlich auch geäußert. Hierzu werden wir uns jedoch aus taktischen Gründen erst zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich äußern.

    Wir haben uns in den letzten Monaten mit verschiedenen Planfeststellungsunterlagen zur festen Fehmarnbeltquerung auseinandergesetzt, aber auch verschiedene Umweltberichte für Flächenentwicklungsplan für die deutsche AWZ der Ostsee gelesen.

    So spielt hier der Dorsch dann doch wieder eine Rolle. Insbesondere die schwächelnde Reproduktion ist ja laut Wissenschaftlich für die deutliche Reduzierung der Fangmengen der Fischerei sowie des Baglimits für uns Angler verantwortlich.

    Liest man dann in verschiedenen Gutachten von deutschen Behörden Sätze wie „Fischarten wie Dorsch und Flunder mit verhältnismäßig schweren Eiern sind daher am empfindlichsten gegenüber Sedimentation.“ und wenige Sätze später dann „Beim Dorsch wirkt sich das Vorhaben (feste FmbQ) im Wesentlichen auf die Nahrungsgebiete aus.“ Wird abschließend dann „Daher können nur lokale Auswirkungen im unmittelbaren Baubereich entstehen und Auswirkungen für die Fischfauna des Meeresgewässers Deutsche Ostsee insgesamt können ausgeschlossen werden.“ fragen wir uns, wer eigentlich ernsthaft noch daran glaubt, dass Angler negative Auswirkungen auf das Naturschutzgebiet Fehmarnbelt haben. Ok, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie anscheinend. Denn die Schreiben dann in einem aktuellen Gutachten zu einem Flächenentwicklungsplan einmal mehr „Eine lange unterschätzte Rolle spielt auch die Freizeitfischerei in der Ostsee, die in Deutschland über die Hälfte der jährlich entnommenen Fischbiomasse ausmacht“. Puh, mal wieder schwere Kost… Mit welchen wissenschaftlichen Untersuchungen arbeiten die eigentlich? Denn das gleiche Institut schreibt „Es ist wahrscheinlich, dass es während der Bauphase durch kurze, intensive Schallereignisse insbesondere während der Installation der Fundamente zur Vergrämung von Fischen kommt.“ Und weiter heisst es „Die baubedingten Auswirkungen auf die Fischfauna werden insgesamt als nicht erheblich eingeschätzt, da diese von kleinräumiger und kurzfristiger Natur sind.“

    Wurden denn hierbei wirklich alle verfügbaren wissenschaftlichen Arbeiten ausreichend berücksichtigt? So können wir wissenschaftliche Arbeiten finden, die zumindest Zweifel aufkommen lassen müssen: „die bei Rammarbeiten erzeugte Schallintensität und Frequenzspektrum können nahezu alle Fische wahrnehmen (KNUST ET AL. 2003)“. Der bei Rammarbeiten entstehende Schalldruck reichte aus, um bei Kabeljau innere Blutungen und Barotraumen der Schwimmblase zu verursachen. Diese Wirkung wurde ab einer Entfernung von 1400 m oder näher von einer Rammschallquelle festgestellt (DE BACKER ET AL. 2017).

    Das BSH geht jedoch davon aus, dass „Allerdings ist auch hier mit einer Fluchtreaktion der Fische zu rechnen, eine Rückkehr nach Beendigung der Störung ist wahrscheinlich.“ Wenn die Fische tot sind oder werden die toten Fische hier lediglich vergessen zu erwähnen?

    Baumaßnahmen im Testfeld „alpha ventus“ in der südlichen Nordsee hatten einen stark verringerten Bestand von pelagischen Fischen relativ zu dem umgebenden Gebiet zur Folge (KRÄGEFSKY 2014), und auch im Vorhabengebiet „BARD Offshore 1“ ergaben sich während der dreijährigen Bauphase deutliche Hinweise auf temporäre Vergrämungen, vermutlich durch Rammarbeiten und erhöhten Schiffsverkehr. Hydroakustische Messungen im ersten deutschen Windpark „alpha ventus“ zeigten eine verringerte Fischdichte während der Bauphase, vermutlich infolge von Rammarbeiten und andere Bauaktivitäten. Zeigten aber keine toten Fische? Oder auch nur vergessen zu erwähnen?

    Nur die Auswirkungen der Freizeitfischerei sind anscheinend erheblich. Mal ehrlich, es geht doch der Politik nur noch darum, uns Anglern den Spaß zu nehmen und uns Stück für Stück das Hobby zu verbieten. Oder wie will man uns noch erklären, dass z.B. die Stellnetzfischerei weniger Auswirkungen auf das NSG Fehmarnbelt haben soll, als die Freizeitfischerei? Denn nur das Angeln ist bereits und die Schleppnetzfischerei soll noch verboten werden. Die Politik unterstellt demnach dem Angeln eine erheblichere Störwirkung als der Bau der festen FMBQ, dem Bau von Windparks oder der Stellnetzfischerei.

    Es macht nicht immer Spaß, diesen Behördenblödsinn zu lesen und bereitet uns immer wieder Kopfschmerzen. Ja, so hoffen wir am Ende auf ein faires Urteil des VG Köln!

    Fehmarnbelt_Angelverbot_Fischereiverbot.jpg
     
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  20. Anglerdemo

    Anglerdemo Well-Known Member

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    Selbst die Engländer berichten über das Baglimit für Angler in der Ostsee und befürchten einen Kollaps des Angeltourismus bei uns.

    Angler im Fokus der Medien, wann hat es das so schon einmal gegeben? Sicherlich auch ein Ergebnis unserer Öffentlichkeitsarbeit!

    https://www.express.co.uk/…/eu-fishing-baltic-coast-ban-cod…
     
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