Anglerdemo- Aktuelles

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Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Bei der Meldung des EU-Parlamentes handelt es sich übrigens um eine "vorläufige Einigung". Deshalb haben wir auch ein "?" hinter den Einleitungssatz gesetzt. Die Erfahrung zeigt zwar, dass solche Vorschläge in der Regel vom Rat angenommen werden, aber es ist zur Zeit halt noch nicht fix. Nach unseren Informationen kam übrigens der Vorstoß zur Ergänzung des Artikel 7 in der Verordnung 2016/1139 u.a. aus Deutschland, was in unseren Augen überraschend ist, da man noch vor wenigen Monaten der Überzeugung war, die Anlandepflicht würde für uns Angler "eh nicht gelten".

Auch wenn wir jetzt vorsichtig aufatmen können, so zeigt die geplante Änderung eines sehr deutlich- wir Angler sind Teil der CFP der EU und die Anlandepflicht würde für uns Angler gelten, wenn wir nicht explizit davon ausgenommen werden! Insofern war es wichtig und richtig, dieses Thema an den verantwortlichen Stellen immer wieder anzusprechen! Uns hat eine Aussage aus dem BMEL ("Anlandepflicht gilt nicht für Angler") einfach nicht zufriedengestellt. Das Risiko zukünftig Babyfische zu entnehmen müssen, war uns einfach zu groß und unsere Bedenken wie wir jetzt wissen berechtigt.
 

Kolja Kreder

Mitglied
Besonders beeindruckend an der Sache fand ich die Mitarbeit des DAFV, der bei der gesamten Problematik wieder einmal seine herausragende Kompetenz im Bereich des europäischen Fischereirechts unter Beweis gestellt hat. Allein, wie hartnäckig der DAFV beim Bundesministerium dran geblieben ist. Das ist echte Treue, wie wir sie sonst nur aus dem Nibelungenlied kennen. Die Politik kann sich glücklich schätzen, dass die Angler über eine solche Vertretung verfügen.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Wenn ich bedenke, dass das BMEL vor ein paar Monaten noch eine andere Rechtsauffassung als die Kommission vertreten hat und die Anlandeverpflichtung aus deren SIcht nicht für die Freizeitfischerei gelten sollte, können wir jetzt nur hoffen, dass die vorläufige Einigung beschlossen wird. Man kann nicht oft genug wiederholen, dass wir Teil der CFP sind und viele das nicht verstehen wollen/ können. Auch hier sehe ich die Versäumnisse bereits vor 5 Jahren. Der DAFV ist hier halt auf einer Linie mit dem BMEL.

Wir haben die gültigen Verordnungen halt anders interpretiert und dieses ja auch von verschiedenen Seiten bestätigt bekommen. Jetzt erhalten wir das quasi noch als Teil einer Verordnung schriftlich belegt. Hieraus müssen wir auch weitere Fragen ableiten. Was wird uns Anglern in diesem Zusammenhang aus dem EU Fischereirecht in Zukunft noch übergestülpt? Ich sehe die geplante Änderung zur Anlandeverpflichtung auch nicht als Sieg der Angler, sondern als Zeichen der Vernunft durch die EU. DOch was kommt noch?
 

Anglerdemo

Well-Known Member
Wir stehen ja auch mit vielen Verbänden und Vereinen im regelmäßigen Austausch. Nicht nur in den "Nordstaaten" verfolgt man unsere Aktivitäten, sondern auch in Berlin, Hessen und Thüringen, um nur einige zu nennen.

So freuen wir uns natürlich über Zuspruch und Unterstützung aus allen Teilen der Republik.

Gestern Abend erhielten wir dann eine freundliche Mail aus Bayern.

Die Angelfreunde des "Anglerbund Ebersberg e.V." hatten ihre Jahreshauptversammlung. Ein Thema waren dort auch die zunehmenden Angelverbote in Natura-2000 Gebieten in Deutschland. In diesem Zusammenhang wurde auch unsere Initiative erwähnt und unsere Flyer verteilt. Am Ende wurden dann noch über 200.- Euro für unsere Klage gesammelt und sofort über PayPal überwiesen.

Gerne stellen wir Euch bei Bedarf die Vorlage zu unseren Flyern als PDF zur Verfügung.

Vielen Dank liebe Angelfreunde aus Bayern!

www.anglerbund-ebersberg.de
 

Anglerdemo

Well-Known Member
Auch wir sind morgen wieder auf der Anglerbörse in Rendsburg vertreten. Wie im letzten Jahr stehen wir am Stand von Dieter Eisele Sea Fishing und freuen uns auf interessante Gespräche mit Euch.

Ihr findet unsere Arbeit gut? Ihr möchtet uns finanziell unterstützen? Selbstverständlich haben wir morgen auch wieder unsere Spendenbox dabei.

Ihr könnt uns aber gerne auch über PayPal unterstützen.

www.paypal.me/LarsWernicke

Oder auch per Überweisung an WiSH e.V.
Verwendungszweck: "Unterstützung Anglerdemo"
Volksbank Ostholstein Nord eG
IBAN DE37 2139 0008 0000 9082 15

Wichtig ist die Angabe des Verwendungszweckes!

Bis morgen in Rendsburg :07_Cool

Anglerdemo_Die_Initaitive_fuer_Meeresangler_Spende.JPG
 

Brillendorsch

Teilzeitangler
Auch von mir herzlichen Glückwunsch.
auch als Pfälzer weiß ich Deine Arbeit sehr zu schätzen und Natura 2000 ist überall
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
Natürlich "Glückwunsch",
aber es ist eher eine Schande, dass sich nicht sämtliche Verbände hinter Anglerdemo stellen, die Intitiative fördern & finanzieren.
Besser wäre aber noch, sie würden selbst die Interessen von Anglern vertreten; eine Aufgabe für die Verbände eigentlich mal geschaffen wurden.
 

saza

Active Member
Natürlich "Glückwunsch",
aber es ist eher eine Schande, dass sich nicht sämtliche Verbände hinter Anglerdemo stellen, die Intitiative fördern & finanzieren.
Besser wäre aber noch, sie würden selbst die Interessen von Anglern vertreten; eine Aufgabe für die Verbände eigentlich mal geschaffen wurden.
Lass mal sein Kati. Wenn sich die Verbände hinter Anglerdemo stellen würden, wäre damit ihre eigene Untätigkeit dokumentiert. Die begreifen doch nicht einmal, worum es dabei geht. Letztes Jahr noch hat und er ehemalige Weser-Ems Präsi Pieper uns doch ins Gesicht gelogen, als er behauptet hat, er würde Anglerdemo unterstützen. Wenn die sich jetzt allesamt dahinter stellen würden, das glaubst du, wie lange es dauern würde, bis sie die Erfolge für sich verbuchen würden. Sollen sie ihr Naturschutzgedöhns weiter machen, und die wichtigen Sachen den Profis überlassen. Es ist eine Menge Resignation enthalten, aber ichn erwarte von denen überhaupt nichts mehr,
 

kati48268

nicht mehr heimatlos
Interessant ist doch aber auch irgendwie,
dass so einige Verbände behaupten,
sie würden Anglerdemo unterstützen,
die Initiative davon aber gar nichts weiß.
Weser-Ems, DAFV,...
 

saza

Active Member
Interessant ist doch aber auch irgendwie,
dass so einige Verbände behaupten,
sie würden Anglerdemo unterstützen,
die Initiative davon aber gar nichts weiß.
Weser-Ems, DAFV,...
Unbedingt. Der Lügenbaron von Weser-Ems hat ja noch mehr Dreistigkeiten an den Tag gelegt. Aber das würde hier ja schon einmal beschrieben. Scheint einfach mal deren Masche zu sein.
 

Anglerdemo

Well-Known Member
„Vorschlag für Fischereimanagementmaßnahmen nach Natura 2000 in geschützten Meeresgebieten der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Ostsee“- so lautet die Überschrift eines Schreibens vom BMUB, welches wir mit großem Interesse gelesen haben. Wir haben mit der Veröffentlichung bewusst gewartet, da wir den Inhalt eigentlich nicht glauben konnten und wollten!

Zur Erinnerung- wir Angler wurden in Teilen des Naturschutzgebietes Fehmarnbelt ausgeschlossen. Wir dürfen dort weder mit einem Gummifisch noch mit einer Posenangel an der Wasseroberfläche angeln, da wir Angler nach Auffassung des BUMB mit unserer Fischerei den Erhaltungszustand des Schutzgebietes gefährden und man uns eine erhebliche Störwirkung unterstellt. Dieses konnte uns Anglern bis heute nicht nachgewiesen werden und aus diesem Grund haben wir die Klage eingereicht.

Wie sieht das BMUB und BfN denn die Störwirkung der Fischerei? Nicht nur Greenpeace hält Angeln für die nachhaltigste Methode der Fischerei, sondern auch viele andere Umweltverbände. Nur das BMUB und das BfN sehen und Angler als die größte Gefahr, was in dem jetzigen Vorschlag einmal mehr deutlich wird.

Der gemeinsame Vorschlag des BMUB und BMEL für das Fischerei-Management in geschützten Meeresflächen der deutschen AWZ zu den Fischereiaktivitäten Deutschlands und der betroffenen EU-Mitgliedstaaten in diesen Gebieten sieht lediglich ein Verbot der Schleppnetzfischerei vor (Ausschluss von beweglichen Fanggeräten mit Bodenkontakt)!

Fehmarnbelt_Natura2000_Fischerei_2019.jpg

Somit bleibt die Fischerei mit zum Beispiel Stellnetzen erlaubt. Wir erinnern uns an die Argumentation des BMUB, NABU und Co zum Angelverbot. Dort hieß es u.a., dass mit dem Angelverbot Schweinswale und Seehunde geschützt werden sollen. Wir kennen weder einen Angler der einen Schweinswal noch einen Seehund vor Fehmarn gefangen hat, jedoch wissenschaftliche Untersuchungen zur Gefahr von Stellnetzen für diese Tiere.

Wir möchten mit diesem Artikel nicht die Fischerei angreifen, sondern lediglich unser Unverständnis gegenüber der Bundesregierung zum Ausdruck bringen. Hier werden Angler und der Angeltourismus gezielt ausgesperrt und ein wichtiger Wirtschaftszweig zerstört, Existenzen von Familien und Traditionsbetriebe vernichtet!

Nein, es geht hier nicht um Naturschutz, sondern um einen Verteilungskampf der Fischereiressourcen. Mit diesen Vorschlägen wird die Akzeptanz von Naturschutzmaßnahmen einmal mehr nachhaltig gefährdet.

Selbstverständlich liegen die vollständigen Unterlagen zu diesem Vorgang bereits unserem Juristen vor und werden unsere Argumentation vor Gericht stärken.

Übrigens schreibt die Bundesregierung, dass man mit diesen Vorschlägen den Verpflichtungen nach Artikel 11 der Verordnung (EU) Nr. 1380/2013 über die Gemeinsame Fischereipolitik nachkommen wird. Danach legt der „initiierende“ Mitgliedstaat mit den betroffenen Mitgliedstaaten mit fischereilichem Bewirtschaftungsinteresse zur Erfüllung naturschutzrechtlicher Unionsvorschriften (Natura 2000-Richtlinien, Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie) nach Durchführung eines „regionalen“ Konsultationsverfahrens (BaltFish-Gruppe) der Europäischen Kommission eine Gemeinsame Stellungnahme zwecks Erarbeitung einer Delegierten EU-Rechtsverordnung vor.

Wie war das noch? Beim Angelverbot beruft man sich also auf die EU Vorgaben und möchte ein Vertragsverletzungsverfahren verhindern, aber mit diesen Vorschlägen erfüllt man die Unionsvorschriften zu den Natura2000- Richtlinien?

Müssen wir noch mehr Beweise für die Ideologie und die Willkür des BMUB und die anglerfeindliche Politik der Bundesregierung bringen?

Es zeigt die Bedeutung unserer Klage und wir möchten an dieser Stelle dran erinnern, dass wir weiterhin auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind- also, bitte unterstützt unsere Arbeit weiterhin mit Spenden.

Vielen Dank- gemeinsam gegen Angelverbote in der Ostsee!
 
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