Rettet die Bienen - Was ist eure Meinung als Angler

smithie

Well-Known Member
Entweder mit "Angler wollen nur Angeln und sonst nichts" und Konfrontation oder mit Status als gemeinnütziger Verein und anerkannter Naturschutzverband um erst verhandeln zu können und dann ggf. die Klage als letztes Mittel zu nutzen.
Wie kommst Du zu dem ersten Punkt "Angler wollen nur Angeln und sonst nichts" als "Gegenpart"?
Es ist ja umgekehrt auch nicht so, dass "anerkannter Naturschutzverband = alles ist/wird gut" gilt?

Wie man weiter kommt ist halt umstritten. Allzu viele Erfolge der ersten Richtung sind mir jetzt in meinem Umfeld nicht bekannt.
Wie viele erfolglose Fälle dazu kennst Du denn?
Ich kenne zumindest persönlich 2 konkrete Fälle, wo "Angler wollen einen Naturschutzkompromiss" voll in die Hose gegangen ist.


Mir ging es um 2 Punkte:
1) mit dem Status als anerkannter Naturschutzverband nimmst Du Dir ggf. Argumentation oder schwächst sie ab.
2) Naturschutz ist m.E. immer weniger eine Sachdiskussion sondern eine ideologische Diskussion - und das bereits ab der Ebene UNB!


Dass Frau Hendricks das Angelverbot im Fehmarnbelt nicht erlassen hätte, wenn der DAFV nicht als Naturschutzverband anerkannt wäre, mag ich aber nicht so ganz glauben.
Geholfen hat der Status aber auch nix :)
 

torstenhtr

Active Member
Das verstehe ich überhaupt nicht. Die meisten Gewässerbewirtschafter sind Angelvereine oder angelnde Privatpersonen. Auf die Schnelle fallen mir in meiner Region nur wenige Ausnahmen ein, Betreiber von Wasserkraftanlagen, eine Bachpatenschaft, höchstens ein kleiner Bruchteil der Gewässer.
Nochmal: das Hobby Angeln und die Gewässerbewirtschaftung sind zwei verschiedene Themenfelder. Vielleicht gibt es in deiner Region nicht so viele Gewässer, bei uns in Brandenburg werden zwar viele Gewässer vom LAVB bewirtschaftet, aber gerade die großen Seen oder etwa das Westhavelgebiet fest in der Hand von Berufsfischern und die geben auch Angelkarten aus. Ich persönlich finde es gut wenn Anglerverbände im Sinne von Gewässerfonds bewirtschaften, aber das ist eine andere Sache und ändert nichts an der Argumentation.

Danke Torsten!
In der Stellungnahme des LFV Bayern kommt das Wort "Angeln" auf all den Seiten übrigens nicht einmal vor...
Es gab einmal ein Ranking von Thomas über die anglerfeindlichsten Verbände und du kannst dir sicherlich vorstellen, wo ich diesen Naturschutzverband sehe.

--

Da es hier Verständnisprobleme zum Thema anerkannte Naturschutzvereinigung gibt, nochmals das Zitat:

"[..] Darüber hinaus ist entscheidend, dass die Vereinigung die Ziele des Umweltschutzes vorwiegend fördert. „Vorwiegend“ bedeutet, dass die in der Satzung genannten Ziele des Umweltschutzes der prägende Zweck oder der Hauptzweck der Vereinigung sein müssen.[..]"

D.h. man kann Naturschutz nicht nur nebenbei betreiben - die gesamte Außenkommunikation und praktische Tätigkeit muss darauf ausgerichtet sein.
Das Hobby Angeln kann bestenfalls nur noch Nebenschauplatz sein.

Das muss man gegenüber dem Vorteil des Klagerechts abwägen - aber hier sollte man an der Stelle genau prüfen - was überhaupt Anwendungsbereich des Klagerechts im Rahmen des UmwRG ist. (siehe https://www.gesetze-im-internet.de/umwrg/__1.html) Kann man überhaupt gegen Angelverbote (Angeln = Naturnutzung) klagen, wenn diese auf Grund von Natur-/Umweltschutz erlassen wurden?
 

Testudo

Schützer und Nutzer
Ein Glück, dass Anglerdemo ein Naturschutzverband ist, sonst hätten die ja gar nicht klagen können...
Die vorrangigen Ziele von Anglerdemo waren zunächst der ERHALT der Hochseeangelschiffe an den Küsten Schleswig Hosteins, richtig?

Wenn ich auf die Seite schaue erkenne ich noch 3 Schiffe an der Ostsee. Bin gespannt, wie viele Schiffe das Urteil noch aktiv erleben.

Es kann einem schon fast leid tun, aber wie lange mussten dort Spendengelder gesammelt werden, um Klage erheben zu können, aber das Interessen der Anglerschaft scheinen sich einfach geändert zu haben. Dafür gibt es heute kaum noch einen Fleck, wo man nicht auch führerscheinfreie Boote mieten kann um auf eigene Faust das Abenteuer zu erleben. Hier in MV sind deren Auslastungen nicht verändert und eher von Fangzahlen abhängig, als von einem Baglimit.
 

Fischer am Inn

Active Member
Hallo miteinander


Nochmal: das Hobby Angeln und die Gewässerbewirtschaftung sind zwei verschiedene Themenfelder. Vielleicht gibt es in deiner Region nicht so viele Gewässer, bei uns in Brandenburg werden zwar viele Gewässer vom LAVB bewirtschaftet, aber gerade die großen Seen oder etwa das Westhavelgebiet fest in der Hand von Berufsfischern und die geben auch Angelkarten aus. Ich persönlich finde es gut wenn Anglerverbände im Sinne von Gewässerfonds bewirtschaften, aber das ist eine andere Sache und ändert nichts an der Argumentation.



Es gab einmal ein Ranking von Thomas über die anglerfeindlichsten Verbände und du kannst dir sicherlich vorstellen, wo ich diesen Naturschutzverband sehe.

--

Da es hier Verständnisprobleme zum Thema anerkannte Naturschutzvereinigung gibt, nochmals das Zitat:

"[..] Darüber hinaus ist entscheidend, dass die Vereinigung die Ziele des Umweltschutzes vorwiegend fördert. „Vorwiegend“ bedeutet, dass die in der Satzung genannten Ziele des Umweltschutzes der prägende Zweck oder der Hauptzweck der Vereinigung sein müssen.[..]"

D.h. man kann Naturschutz nicht nur nebenbei betreiben - die gesamte Außenkommunikation und praktische Tätigkeit muss darauf ausgerichtet sein.
Das Hobby Angeln kann bestenfalls nur noch Nebenschauplatz sein.

Das muss man gegenüber dem Vorteil des Klagerechts abwägen - aber hier sollte man an der Stelle genau prüfen - was überhaupt Anwendungsbereich des Klagerechts im Rahmen des UmwRG ist. (siehe https://www.gesetze-im-internet.de/umwrg/__1.html) Kann man überhaupt gegen Angelverbote (Angeln = Naturnutzung) klagen, wenn diese auf Grund von Natur-/Umweltschutz erlassen wurden?

Ich kann nicht beurteilen wie die Situation in den neuen Bundesländern ist. Für die alten Bundesländer und insbesondere für Bayern ist das alles völlig unzutreffend.

In Bayern sind fast für alle Angelgewässer die örtlichen Fischereivereine hegeverpflichtet und damit Bewirtschafter. Wenn die Vereinsmitglieder das wünschen können sie selbst mit Mehrheitsentscheidung darüber befinden wie das an jedem einzelnen Gewässer zu laufen hat (Entnahmelimits, Schonmaße, Besatz usw).

Und es kann auch jeder Verein und auch der LFV Bayern in demokratischer Selbstbestimmung festlegen wie er sich selbst versteht und definiert. Und in dieser freien Selbstbestimmung haben sie jeweils für sich festgelegt, dass Angeln "schützen und nützen" bedeutet. Und darum haben sie sich auch als Naturschützer selbst definiert. Und das unabhängig von der Frage ob sie von irgendwelchen Gesetzen dann als Naturschutzverband anerkannt und womöglich klageberechtigt sind oder den Status der Gemeinnützigkeit erlangen. Selbst wenn die Gesetze so geändert würden, dass sie diese Rechtspositionen verlieren würden, bliebe es bei der Eigendefinition , dass Angeln bedeutet auch Naturschützer zu sein. Das ist eine Frage des Selbstverständnisses, der Angelkultur und letztlich der Werte, für die man einsteht.

Ob das andernorts - speziell in den neuen Bundesländern - anders gesehen wird, kann ich nicht beurteilen. Das sind dann eben die unterschiedlichen Angelkulturen in Deutschland.

Servus
Fischer am Inn
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Wenn ich auf die Seite schaue erkenne ich noch 3 Schiffe an der Ostsee. Bin gespannt, wie viele Schiffe das Urteil noch aktiv erleben.
Naja, ein paar mehr Schiffe sind es ja noch an der Ostsee....Trotzdem haben wir in SH über 50% der Schiffe verloren!

Und das unabhängig von der Frage ob sie (...) den Status der Gemeinnützigkeit erlangen.
Das glaubst Du nicht wirklich selber, oder?

Selbst wenn die Gesetze so geändert würden, dass sie diese Rechtspositionen verlieren würden, bliebe es bei der Eigendefinition , dass Angeln bedeutet auch Naturschützer zu sein. Das ist eine Frage des Selbstverständnisses, der Angelkultur und letztlich der Werte, für die man einsteht.
Das mag eine Eigendefinition sein, aber bitte übertrage Deine Interpretation nicht schon wieder auf alle Angler/ Vereine/ Verbände. Nehmen wir einen Verband ohne eigene Gewässer. In der Satzung steht "Zweck des Vereins ist der Naturschutz und die Landschaftspflege, insbesondere der Gewässer und der damit verbundenen Ökosysteme.". Erkläre mir das bitte mal, wie das in der Praxis funktioniert. Für welche Werte steht der Verein ein und wie kann er das in der Praxis leben?

Eine Anmerkung dazu noch, denn in dem Punkt davor steht im Zweck noch vor dem Punkt 2 zum Naturschutz "Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung". Ich denke das meine Begründung in diesem Fall den Zusammenhang Naturschutz/ Gemeinnützigkeit gut belegt. Ich streite nicht ab, dass es Angelvereine gibt, die Naturschutz wirklich ernsthast betreiben und nicht nur in FOrm von Fischbesatz für Angler. Ich denke sicherlich aber nicht die Mehrheit- und schon gar nicht 5 Millionen Angler in Deutschland!
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Die vorrangigen Ziele von Anglerdemo waren zunächst der ERHALT der Hochseeangelschiffe an den Küsten Schleswig Hosteins, richtig?
Geklagt hat zumindest kein Hobbyangler, sondern ein Kutterkapitän.

In Bayern sind fast für alle Angelgewässer die örtlichen Fischereivereine hegeverpflichtet und damit Bewirtschafter.
In Bayern kann sich der Verpächter auch denjenigen Bewerber aussuchen, den für am besten geeignet hält den gesamten Lebensraum Gewässer zu hegen und zu pflegen. Ob man mit Argumenten wie "wir wollen einfach nur angeln" bei solchen Verhandlungen Pluspunkte sammelt, wage ich mal zu bezweifeln.

Wenn man sich anderswo drüber mokiert, dass ein Verein ein Entnahmeverbot für Äschen erlässt, weil die Bestände durch Fraßdruck tierischer Prädatoren drastisch zusammengebrochen sind, könnte das m.E. durchaus ein Hinweis über unterschiedliche Angelkulturen sein. Wüßte jetzt nicht, dass sich in Bayern da jemand drüber aufregen würde.

Beispiele, dass Angelvereine/Verbände nur deshalb von Angelverboten/-einschränkungen verschont bleiben, weil sie weder gemeinnützig noch Naturschutz in der Satzung haben, hat mir bis jetzt immer noch keiner geliefert.
 

Fischer am Inn

Active Member
Hallo miteinander

Das mag eine Eigendefinition sein, aber bitte übertrage Deine Interpretation nicht schon wieder auf alle Angler/ Vereine/ Verbände.
Ich wollte eigentlich zum Ausdruck bringen, dass die Eigendefinition was Angeln ist und bedeutet an eine Angelkultur und der ihr zugrunde liegenden Werteorientierung gebunden ist. Und diese Angelkultur ist regional unterschiedlich.

Und darum gehe ich davon aus, dass z.B. an der Küste eine andere Angelkultur herrscht als im Süden der Republik. Ich übertrage also meine Sicht der Dinge nicht auf alle Angler in Deutschland sondern verbinde sie mit der örtlich vorherrschenden Anglerkultur.

@ Lars Wernicke: Einfach mal bewusst machen was in S.H. für eine Anglerkultur herrscht und was daraus folgt.

Servus
Fischer am Inn
 

torstenhtr

Active Member
Es gab dazu eine Umfrage von Arlinghaus; evtl. finde ich die - nur für eine Minorität der Angler ist Naturschutz Hauptmotivation für die Mitgliedschaft in einem Verein.
Vielleicht ist Bayern ganz besonders .. Grundsätzlich habe ich nichts dargegen, wenn sich ein Anglerverband auch für den Naturschutz einsetzt, wenn es im angemessenen Verhältnis zu anderen Aktivitäten steht.

dass Angeln bedeutet auch Naturschützer zu sein. Das ist eine Frage des Selbstverständnisses, der Angelkultur und letztlich der Werte, für die man einsteht.
Ob das andernorts - speziell in den neuen Bundesländern - anders gesehen wird, kann ich nicht beurteilen. Das sind dann eben die unterschiedlichen Angelkulturen in Deutschland.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

nur für eine Minorität der Angler ist Naturschutz Hauptmotivation für die Mitgliedschaft in einem Verein
Ich kenne bei uns niemand im Verein, der eingetreten ist um um Naturschutz zu machen.
In der Regel sind die Mitglied geworden um Erlaubnisscheine für die Gewässer zu erhalten.

Ich kenne aber schon ne größere Anzahl Vereinsmitglieder, die sich auch für die Pflege und den Erhalt der Vereinsgewässer und der Fischbestände engagieren, unabhängig davon, ob das für sie nun mehr oder weniger Fisch bedeutet. Da werden auch ganzjährig geschützte Fischarten gehegt oder andere Aktionen gemacht, die sich nicht unmittelbar auf die Angelmöglichkleiten auswirken.

Gibt aber auch in Bayern Angler, die nur auf Teufel komm raus Fisch fangen wollen. Es gibt z.B. auch Industriehäfen wo an Betonufern, zwischen Eisenbahngleisen, Lastkrähnen, Kohlehalden und Schredderanlagen gefischt wird. Die Nachfrage nach Karten übersteigt das Angebot dort oft bei weitem.

Auch die haben aber ihre Berechtigung.

In keinem Bundesland kann man wohl alle Angler über einen Kamm scheren.
 

Naturliebhaber

Well-Known Member
Es gab dazu eine Umfrage von Arlinghaus; evtl. finde ich die - nur für eine Minorität der Angler ist Naturschutz Hauptmotivation für die Mitgliedschaft in einem Verein.
Vielleicht ist Bayern ganz besonders .. Grundsätzlich habe ich nichts dargegen, wenn sich ein Anglerverband auch für den Naturschutz einsetzt, wenn es im angemessenen Verhältnis zu anderen Aktivitäten steht.
Was für die Angler wichtig ist und was für den Verein/Verband wichtig ist, um Einflussnahme und Akzeptanz (z.B. Mitsprache in Gesetzgebungsverfahren) zu garantieren, sind zwei völlig unterschiedliche Aspekte. Als Repräsentant der Angler hat man in Deutschland keinen Einfluss, als Naturschutzverband ist dieser hingegen erheblich. Das finde ich nicht gut, ist aber die Realität.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
Es geht doch nicht darum, ob Naturschutz die Hauptmotivation ist um in einen Angelverein einzutreten. Wenn ich nur im Naturschutz aktiv sein möchte, dann suche ich mir den Verein, der die größte Schnittmenge mit meinen Interessen aufweißt.

Aber als Angler habe ich natürlich ein Interesse an einem gesunden Gewässer mit einem stabilen Ökosystem zu angeln, denn dann sind die Entwicklungsmöglichkeiten für die Fische am besten und das Produkt Fisch ist am hochwertigsten, auch in der Küche.

Und da viele Angler es schon gut gemeint haben und dabei aber den größten Mist verzapft, kann es nur positiv sein, wenn man mehr einblicke in die Zusammenhänge unter Wasser gewinnt.

Es wird immer vorgeworfen, das die Bevölkerung blind sein für alles, was sich unter Wasser abspielt. Das trifft für so manche Angler auch zu und wird dann bei der Planung von Besatzmaßnahmen offensichtlich.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Als Repräsentant der Angler hat man in Deutschland keinen Einfluss, als Naturschutzverband ist dieser hingegen erheblich.
Wenn das so ist, kommt es dann aber immer noch auf die jeweiligen Personen an, ob und wie sie diesen Einfluss geltend machen.

Da scheint es eben unterschiedliche Ausprägungen zu geben, was m.E. aber nicht am Status an sich liegt.
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Hallo miteinander

Ich wollte eigentlich zum Ausdruck bringen, dass die Eigendefinition was Angeln ist und bedeutet an eine Angelkultur und der ihr zugrunde liegenden Werteorientierung gebunden ist. Und diese Angelkultur ist regional unterschiedlich.

Und darum gehe ich davon aus, dass z.B. an der Küste eine andere Angelkultur herrscht als im Süden der Republik. Ich übertrage also meine Sicht der Dinge nicht auf alle Angler in Deutschland sondern verbinde sie mit der örtlich vorherrschenden Anglerkultur.

@ Lars Wernicke: Einfach mal bewusst machen was in S.H. für eine Anglerkultur herrscht und was daraus folgt.

Servus
Fischer am Inn
Ich weiß zwar nicht, warum Du jetzt hier meinen vollständigen Namen ins Spiel bringst, aber gut...Ich liebe das immer, wenn jemand sich selber hinter einem Pseudonym versteckt. Gibt einige davon- und manche möchte ich mal im realen Leben kennenlernen. Aber das ist ein anderes Thema.

Zur Angelkultur im Norden möchte ich folgendes anmerken. Wir haben seit kurzem die Steinzeit hinter uns gelassen und sind mittlerweile von Pfeil und Bogen zu Angelruten mit Rolle übergegangen....

Natürlich gibt es Unterschiede zwischen Anglern in Bayern und in Schleswig- Holstein. Ich kenne keinen Angler, der nach Bayern zum Dorschpilken fährt. Aber wir sollten uns auf das ANGELN beschränken, nämlich einfach das Hobby als Ganzes betrachten und nicht zwischen Bayern und SH unterscheiden, da wir Angler an der Basis ein Ziel verfolgen. Egal ob Fliegenfischer, Karpfenangler oder Dorschangler- wir nehmen eine Rute mit Rolle und Köder und versuchen einen Fisch zu fangen. Da versuche ich seit Jahren Angler unabhängig der Angelart zu vereinen und hier nicht zu unterscheiden und Du baust zusätzlich noch örtliche Schranken ein. Möchtest Du mir jetzt noch erzäheln, dass die Bayern die besseren Angler und Naturschützer sind? Ich denke wir Angler tun nicht gut daran, zusätzliche Schranken aufzubauen- durch die unterschiedlichen Landesfischereigesetze haben wir genügend unnötige Hürden bei der Ausübung unseres Hobbies.

Grundsätzlich habe ich nichts dargegen, wenn sich ein Anglerverband auch für den Naturschutz einsetzt, wenn es im angemessenen Verhältnis zu anderen Aktivitäten steht.
Mein Reden! "Angler first" würde ich mir wünschen- um es mal mit den Worten eines Amerikaners zu sagen.

Ich kenne bei uns niemand im Verein, der eingetreten ist um um Naturschutz zu machen.
In der Regel sind die Mitglied geworden um Erlaubnisscheine für die Gewässer zu erhalten.
Es wird immer vorgeworfen, das die Bevölkerung blind sein für alles, was sich unter Wasser abspielt. Das trifft für so manche Angler auch zu und wird dann bei der Planung von Besatzmaßnahmen offensichtlich.
Angler sind nicht für Besatzmaßnahmen verantwortlich oder ausgebildet, sondern die Bewirtschafter...Ein Angler darf nicht besetzen! Aber natürlich trotzdem positiv, wenn sich ein Angler für die Natur interessiert. Die meisten Angler wissen jedoch nicht, was sich unter Wasser abspielt, höchstens im Interesse der eigenen Fangmöglichkeiten an ihrem Hotspot.
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Angler sind nicht für Besatzmaßnahmen verantwortlich oder ausgebildet, sondern die Bewirtschafter
So ist es wohl und wer als Bewirtschafter keine Ausbildung hat muss eben einen Spezialisten zu Rate ziehen.

Die Frage ist, wen die Verbände vertreten.

In den Landesverbänden sind m.W. ja keine einzelnen Angler Mitglied sondern Bezirksverbände, Berufsfischergenossenschaften, Teichwirtsgenossenschaften etc.

In den meisten Bezirksverbänden stellen wahrscheinlich auch die Vereine die Mehrheit der Mitglieder, nicht einzelne Angler.

Ich wurde z.B. noch nie zu einer Abstimmung außerhalb meiner Vereine eingeladen, obwohl ich über die Vereine Beiträge an den Bezirksverband und den Landesverband bezahle.

Also wen vertreten nun die Verbände?
 
G

Gelöschte Mitglieder 12701

Guest
Wenn sich ein Verband Anglerverband nennt, erwarte ich, dass er Interessen der Angler vertritt und dazu gehört primär Lobbyarbeit für das Angeln als sinnvolle Freizeittätigkeit. Ich sehe es als strategischen Fehler an, wenn der Naturschutz dominierendes Element wird.
Nennen kann sich die Bude wie sie will- die Bude hat die Interessen derjenigen zu vertreten, die den Verein/ Verband finanzieren. Angler wollen angeln. Ich kenne keinen Angler der sich einen Baum auf das Auto als Zeichen für sein Hobby "Angeln" klebt, sondern eher irgendwelche Fische... Ich kann über einen Fisch auch eher Rückschlüsse auf das Hobby Angeln schliessen, als über einen Baum. Aber ich bin da wohl altmodisch...
 

fishhawk

Well-Known Member
Hallo,

Wenn sich ein Verband Anglerverband nennt, erwarte ich, dass er Interessen der Angler vertritt
Ich bin in keinem Anglerverband sondern in einem Landesfischereiverband und einem Bezirksfischereiverband.

Die verteten laut eigener Aussage nicht die Interessen von einzelnen Anglern sondern die der Fischereivereine, der Fluss- und Seenfischer , der Teichwirte und Fischzuchtbetriebe.

Das könnte evtl. erklären, warum bei den Meldungen vom Runden Tisch nicht von Anglern die Rede war.

Wäre mir aber relativ egal, wenn trotzdem ein für Angler akzeptables Ergebnis rauskommt.

Ich sehe es als strategischen Fehler an, wenn der Naturschutz dominierendes Element wird.
Da wärst du nicht der einzige. Extreme sind selten gut.
 

Testudo

Schützer und Nutzer
Lars, darf ich nochmal an meine Frage erinnern, warum nicht alle Schiffe bei euch gelistet sind?
 

NaabMäx

Active Member
Ich denke wir Angler sind wirklich die besten Naturschützer die es gibt! Wir investieren jedes Jahr Millionen in den Fischbesatz, um die Ausbreitung des Kormorans zu fördern und den Hungertod dieser gefiederten Viecher zu verhindern! Dafür verzichten wir sogar auf das Angeln! Das ist großherzig!!!! Ich denke wir haben uns auch den NABU Preis "Naturschützer des Jahres" verdient.

https://www.frankenpost.de/region/kulmbach/Alarm-im-Weissen-Main;art83417,6607621?fbclid=IwAR2DnkmfhNEbZ41g_6y1el6KAfQpmOE-XabifnlVbypb3EQew1kh6t30ugc
Selber schuld, man darf aber man tut nichts?
 
Oben